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Rottweil/Villingendorf Familiendrama: Drazen D. spähte Wohnort seiner Ex aus

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Drazen D.s Navigationssystem beweist: Der Kroate hat den Wohnort seiner Ex-Frau in Villingendorf mehrmals mit dem Auto erkundet. Foto: SDMG

Rottweil/Villingendorf - Mit blauen Flecken im Gesicht und am Hals ist Drazen D.s Ex-Partnerin im Büro des Personaldienstleisters aufgetaucht, bei dem sie von Januar bis Juni 2017 angestellt war.

Sie habe berichtet, dass sie Angst vor ihrem Partner habe, ihr Kind nicht mehr mit ihm allein lassen will. "Sie hat sehr viel von ihrem Privatleben erzählt", so der zuständige Sachbearbeiter am Dienstagmorgen im Prozess um den Dreifachmord von Villingendorf. Auch, dass sie bei der Arbeit einen neuen Mann kennengelernt habe. Nach der Trennung von Drazen D. habe sie gebeten, nichts über ihren Aufenthaltsort und die neue Adresse zu verraten.

Zu dem Zeitpunkt hat Drazen D. bereits zahlreiche Erkundungsfahrten in Villingendorf unternommen, wie die ausgewerteten Daten seines Navis zeigen. Ab März wurden zwölfmal Daten in Villingendorf aufgezeichnet. "Am 14. August gibt es erstmals direkt Daten aus der Klippeneckstraße", so der ermittelnde Kripobeamte. Im August hat das Navi Daten aus Kroatien aufgezeichnet. Die letzten Daten aus der Klippeneckstraße sind vom 23. August.

Handyverlauf lässt Zuhörer erschaudern

Vom gleichen Tag wurde auf Drazen D.s Handy ein Video gefunden, worauf zu sehen ist, wie er dort eins der späteren Opfer aus dem Auto heraus bedroht. Das verwackelte Video wird im Gerichtssaal gezeigt. Drazen D. fährt darin direkt am späteren Tatort vorbei. Dort, wo er laut Anklage am 14. September drei Menschen erschossen hat - darunter seinen kleinen Sohn.

Der ausgewertete Suchverlauf seines Mobiltelefons, gespeicherte Bilder und Videodaten lassen die Zuhörer im Gerichtssaal erschaudern: "Vater erschießt sich und Kind", "Menschen töten live", "Klappbares Gewehr M48", ein Video, das eine entstellte Frau nach einem Säureanschlag zeigt, "Rache eines Vaters" und "Telefonbuch Villingendorf". Drazen D. ist ein Angeklagter, der die meisten Indizien gegen sich gleich selbst liefert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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