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Rottweil Viel Aufregung um Membran

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Die Membran kurz vor ihrer Fertigstellung im November. Foto: Otto Foto: Schwarzwälder Bote

Dass im Gemeinderatsausschuss am Mittwoch von "Löchern" in der Testturm-Membran gesprochen wurde (wir berichteten), sorgt bei Thyssen-Krupp Elevator für Missstimmung. Besagte Löcher seien keine Löcher, sondern "Kontaktspuren".

Rottweil. In einem morgendlichen Telefonat mit der Stadtverwaltung hat Thyssen-Krupp Elevator (TKE) das klargestellt, später Details zu den Feuerwerk-Nachwirkungen in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Eine solche hatte es bislang nicht gegeben.

Fakt ist: Das Eröffnungs-Feuerwerk beim Turmfest im Oktober hat der High-Tech-Membran nicht gutgetan. Seit langem wird gemunkelt, dass Reparaturen im Gange seien, der Kran deshalb noch auf dem Turm thront. Auf Nachfragen des Schwarzwälder Boten im Januar, per Mail und telefonisch, waren Schäden von der TKE-Sprecherin verneint worden. Auf die Frage, welche Arbeiten noch zu machen sind, hieß es, es stünden noch "Schlussabnahmen und Kontrollfahrten" an.

Nach der Berichterstattung über die vermeintlichen "Löcher" erklärt das Unternehmen nun, dass zahlreiche "Kontaktspuren" durch die Feuerwerkskörper am Turm gezählt worden seien, darunter schwarze Flecken oder Abriebspuren. Übersetzt dürfte das heißen: es gibt viele Brandflecken. Als "Vorsichtsmaßnahme und weil wir wollen, dass die Membran auch in dreißig, vierzig Jahren noch tadellos und schön aussieht", würden die Kontaktspuren derzeit mit einer Dispersion prophylaktisch neu versiegelt.

Also aus Sicht des Unternehmens kein Schaden – aber dem Anschein nach doch ein erheblicher Aufwand. Erste Arbeiten hätten schon im Januar begonnen. Bei einer detaillierten Kontrolle der 16 000 Quadratmeter großen Membran im Februar/März hätten sich die Experten einen umfassenden Überblick verschafft. Durch das Feuerwerk entstandene Spuren und Flecken seien "im niedrigen dreistelligen Bereich" gezählt worden. Die Versiegelungsarbeiten dauern derzeit noch an.

Zu Zahl der mit den Arbeiten befassten Personen und den Kosten wolle man sich nicht äußern, da die beteiligten Firmen erst einer Veröffentlichung zustimmen müssten. Für TKE seien die Schäden "überhaupt kein Problem, weil sie für uns nicht gravierend sind", so die Sprecherin. Es gebe also keinen Grund, darüber nicht zu reden.

Was den Baukran auf dem Dach des Turms angeht, so kann laut TKE von einem "zeitnahen Abbau", wie es Wirtschaftsförderer André Lomsky in der Ausschusssitzung formulierte, keine Rede sein. Neben der laufenden Neuversiegelung würden auch die Eckverstärkungen der Membranfelder nachgebessert, was bedeute, dass der Kran "erst später im Jahr abgebaut wird". Bedeckt hält sich das Unternehmen weiterhin in Sachen Beleuchtungskonzept. "So lange keine Entscheidung gefällt ist, werden wir uns dazu nicht äußern."

Und dann ist da noch die Sache mit der fehlenden Infrastruktur um den Turm herum und die Kritik an der Stadt, dass nichts getan wird. Eine ältere Frau ist jüngst beim Warten in der Sonne umgekippt (wir berichteten), Sitzbänke hätten gefehlt, hieß es. Im Außenbereich gibt es keine Getränke. Ein fertiges Konzept eines Investors für einen "Turmpark" wurde bekanntlich wieder ad acta gelegt.

TKE sagt: "Uns steht nicht zu, irgendeinen Handlungsbedarf auf kommunaler Seite zu kommentieren. Wir selber sehen aber freilich den Bedarf an Sitzgelegenheiten am Testturm und haben bereits mehrere Bänke für Besucher bestellt. Sie sollen am Eingang und im Grünen aufgestellt werden." Nach ersten Erfahrungen aus dem Besucherbetrieb waren schon im vergangenen Jahr Sitzgelegenheiten geschaffen worden.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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