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Rottweil Verwunschene Gärten und viel Natur

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Ein buntes Plakat macht auf das Projekt aufmerksam. Foto: Schwarzwälder Bote

Rosswasen? Da winkt mancher dankend ab, andere kennen ihn gar nicht. Dabei gibt es hier, quasi der Verlängerung des Stadtgrabens, verborgene Schätze. Ein Kennenlernen lohnt sich, rät Ira Hugger, Mitinitiatorin des Rosswasen-Projekts.

Rottweil. Lustig blickt das grüne Pferd mit den blauen Punkten und blauen Ohren mit pfeifender Amsel auf dem Schnabel aus dem Plakat heraus. Darunter steht in großen Lettern "RossWasen – Gärten für eine naturnahe Stadt". Das Plakat hängt im Rosswasen und macht neugierig, was wohl dahintersteckt. Doch viele Spaziergänger, die sich hierher verirren, dürfte es auf diesem scheinbar vergessenen Weg unterhalb der Häuser der Schramberger Straße nicht geben. Doch das könnte sich ja bald ändern.

"Schade eigentlich, dass der Rosswasen in Vergessenheit geraten ist", bedauert Ira Hugger schulterzuckend. Sie ist Mitinitiatorin des Projekts und erzählt im verwunschenen Garten über die Rosswasengärtner, die Idee hinter dem Projekt und die Pläne.

Der Rosswasen ist eine stadtnahe Grünfläche, in der viele Privatleute, aber auch die Stadt Grundstücke, beziehungsweise Gärten hat. Und das seit Jahrzehnten. Manche Gärten waren über viele Jahre nicht genutzt, Wildnis breitete sich aus. Seit einigen Jahren erfreuen sich die Grünflächen wieder wachsender Beliebtheit, der eine oder andere Garten ist reaktiviert, und die Stadt hat Interessenten, die Gärten pachten und bewirtschaften möchten.

Der Rosswasen zeichnet sich durch die großteils extensiv bewirtschafteten Flächen als artenreich und naturnah aus. "Das ist ganz wunderbar", schwärmt Ira Hugger, die ihren Garten seit fünf Jahren gepachtet hat. Zur Stadtwohnung mit Dachterrasse sieht sie den 2000 Quadratmeter großen Garten als wahre Bereicherung und Oase der Ruhe.

Gut 20 engagierte Hobby-Gärtner gibt es hier mittlerweile. "Mit der Zeit haben sich zwischen Besitzern, Pächtern und Nutznießern Freundschaften und Synergien entwickelt", freut sich Hugger. So treffe man sich keinesfalls nur zum Kaffeetrinken oder zu Grillfesten, sondern biete sich gegenseitig Hilfe an oder nutze Geräte gemeinsam. "Bei umfangreichen Arbeiten können wir uns über die Zäune hinweg koordinieren oder gemeinsam externes Wissen organisieren. Mit dem Projekt, oder der Initiative möchten wir uns nun eine Stimme geben und unser Tun bekannt machen", informiert Ira Hugger.

Erst seit dem Frühjahr wird an gemeinsamen Konzepten gearbeitet, um die Qualitäten des Kleinods Rosswasen bekannter zu machen, zu fördern und zu erhalten. Eine weitere Idee ist es auch, die Gärten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Einen Termin gibt es aber noch nicht.

Auch bei der Bewerbung der Stadt um die Landesgartenschau war der Rosswasen als stadtnahe Grünfläche mit aufgenommen. Vom "Naturerlebnis Rosswasenpark" ist hier die Rede. Man darf also gespannt sein.

Den Gärtnern, übrigens gibt es sogar einen Imker im Rosswasen, ist es ein Anliegen gefährdeten Arten Lebensräume zu bieten und die Wiesen insektenschonend zu bewirtschaften. Gemäht wird also mit Sense oder Balkenmäher. Zudem gibt es einige Trockenmauern, die vor allem von Eidechsen bevorzugt werden.

Die Initiative strebt in jedem Fall eine Vernetzung mit anderen Gartenprojekten an, informiert Ira Hugger. Sie plant für die Sommerferien zudem Kreativprojekte für Kinder.

Weitere Informationen: E-Mail: mobil@rosswasen- rottweil.de

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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