Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Rottweil Vermummter überfällt Tabak-Prussak

Von
Das Tabakwarengeschäft Prussak wurde am Dienstag überfallen. Foto: Alt

Rottweil - Das Tabakwarengeschäft von Sandra Prussak ist am Dienstagmorgen überfallen worden. Ein Mann in Camouflage-Montur bedrohte die Inhaberin mit einem Messer und wollte Geld. Die Polizei fahndet derzeit nach dem Täter.

Sandra Prussak wirkt gefasst. Die zierliche Frau steht hinter der Verkaufstheke und bedient einen Kunden – wie wenn nichts gewesen wäre. "Es ist besser weiterzumachen, als sich zu Hause auszumalen, was alles hätte passieren können", sagt Prussak.

Sie hatte ihr Tabakfachgeschäft in der Unteren Hauptstraße erst 20 Minuten geöffnet, als gegen 8.50 Uhr ein vermummter, schlanker Mann den Laden betritt. "Er stand da, wo Sie jetzt stehen und hatte ein Messer in der Hand", rekonstruiert sie. Er wollte Geld, doch so kurz nach Ladenöffnung sei noch nicht viel in der Kasse gewesen. "Ich hab nicht viel", habe sie zu dem Mann inm Tarnanzug gesagt und ihm die offene Kasse gezeigt. Daraufhin habe er sich über die Theke gebeugt, um sich selbst davon zu überzeugen. "Andere haben doch auch immer Geld", habe er in leicht schwäbischem Akzent gesagt. Dann sei er unverrichteter Dinge gegangen. Daraufhin habe sie die Polizei gerufen, die auch wenige Minuten später eingetroffen sei.

"Die Kripo und die Spurensicherung kamen dazu", erzählt sie. Außer der Tür habe der Täter aber nichts angefasst. Jedenfalls durchkämmten die Beamten danach die Rottweiler Innenstadt – zunächst allerdings ohne Erfolg. Polizisten seien später nochmals ins Geschäft gekommen, um Prussak ein Foto eines jungen Mannes zu zeigen. Dabei habe es sich aber nicht um den Täter gehandelt. "Die Hose passte vom Aussehen nicht", betont Prussak.

Der Mann sei bis zur Unkenntlichkeit vermummt gewesen. Sie habe außer des Camouflage-Aufzugs keine besonderen Merkmale erkennen können. "Der Täter kann 16, aber auch 20 Jahre alt gewesen sein." Nur das Messer sei kein gewöhnliches gewesen. "Ich schätze, es war ein Bowie-Messer", sagt sie. Dabei handelt es sich um ein amerikanisches Kampfmesser. Gemeinsam mit einem Polizisten habe sie die Messer-Zeitschriften, die sie im Laden verkauft, nach einem solchen Exemplar durchforstet. Die Ermittlungen laufen derzeit noch. 

Das Tabakwarengeschäft Prussak gibt es im kommenden Jahr seit 50 Jahren. Seit 1986 ist es am Standort in der Unteren Hauptstraße. Sandra Prussak hatte den Laden von ihre Mutter übernommen. "So etwas ist mit bisher noch nie passiert", sagt sie.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter Telefon 0741/47 70 zu melden. Der Täter wurde darüber hinaus wie folgt beschrieben: zwischen 160 und 170 Zentimeter groß, im Alter von 16 bis 22 Jahren, auffallend schlank und bekleidet mit der Camouflage-Jacke und Camouflage-Hose. 

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.