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Rottweil Vandalen im Kameralamtsgarten unterwegs

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Nun wirkt der Kameralamtsgarten wieder idyllisch. Vor einigen Tagen sah er einer Müllhalde gleich. Foto: Fuchs

Rottweil - Über herumliegenden Müll im Kameralamtsgarten regten sich kürzlich Passanten auf. Beschwerden wegen Lärm gingen ebenfalls im Rathaus ein. Lösen sich derartige Probleme durch den geplanten Hotelanbau auf der Fläche des Gartens bald von allein?

"Leider sieht der eigentlich idyllische Kameralamtsgarten momentan einer Müllhalde gleich", lautet ein Kommentar auf Facebook, darunter Fotos von Bänken und Wiesen, die mit Müll übersät sind. Überall liegen Papierstücke herum.

Dabei lässt sich wohl kaum noch nachweisen, wer dafür verantwortlich ist. "Für Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum kann ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro fällig werden", gibt Bürgermeister Christian Ruf auf Nachfrage zu bedenken.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Kameralamtsgarten in letzter Zeit von sich Reden macht. Kürzlich beschäftigte sich der Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss (UBV) des Gemeinderats mit einem Bauantrag zur Aufstockung und Erweiterung des Hotels Johanniterbad. Der geplante Erweiterungsbau wird auf den Überresten der ehemaligen Johanniterkirche entstehen, die 1826 bis auf Reste der Umfassungsmauern abgetragen worden ist. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass man bei den Arbeiten auf archäologische Spuren stoßen wird. Eingeplant ist im Vorfeld eine Rettungsgrabung, um mögliche Funde zu bergen. Am 25. März wurde deshalb die oberste Bodenschicht bereits gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege unter die Lupe genommen.

Der Eingriff in den Garten macht zudem Befreiungen von den Bauvorschriften notwendig, denn etwa 100 der fast 700 Quadratmeter des Kameralamtsgartens werden für den Anbau benötigt. Dieser Verlust an Grünfläche soll durch Dachbegrünung kompensiert werden. Weil dafür ein Flachdach notwendig ist, soll es auch hier eine Ausnahmegenehmigung geben. "In Kürze wird das Land Baden-Württemberg noch eine durch die Grundstücksangelegenheit bedingte Baulastübernahme unterzeichnen. Dies ist der letzte fehlende Schritt auf dem Weg zur Erteilung der Baugenehmigung", sagt Bürgermeister Christian Ruf. Der Großteil der Formalitäten sei abgeschlossen, lässt Bauherr Tobias Maier zudem wissen. "Im Frühjahr wird voraussichtlich mit den Arbeiten begonnen." Was Details betrifft, könne er Anfang Oktober sicherlich mehr sagen.

Übrig bleiben 600 Quadratmeter zugängliche Fläche

"Im Hinblick auf die Erweiterung des Hotels um den in Rede stehenden Teil des Kameralamtsgartens handelt es sich um eine Fläche, die nicht öffentlich zugänglich ist", erklärt der Bürgermeister.

Damit löst sich das Problem der Müllverschmutzung durch die Bebauung nicht. Diese 100 Quadratmeter waren also ohnehin nicht betroffen. Es bleiben nach wie vor 600 Quadratmeter zugängliche Fläche, die weiterhin sauber gehalten werden muss. "Inwiefern es dort zu Verunreinigungen kommt, kann von hier aus nicht beurteilt werden, zumal der Kameralamtsgarten bis auf ein kleineres Gelände vom öffentlichen Straßenraum nicht einsehbar ist", meint der Bürgermeister auf Nachfrage. Und wer ist nun für’s Aufräumen zuständig? "Wie bei anderen Privatgrundstücken steht die Pflege dem Grunde nach im Ermessen von Eigentümer oder Pächter", sagt Ruf. "Bei dem Bereich des Gartens, der über das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Rottweil (GWHRS) zugänglich ist, handelt es sich um eine Fläche, die im Eigentum des Landes Baden-Württemberg steht. Damit erfolgt hier keine Reinigung durch unseren Betriebshof."

In den vergangenen Tagen haben das Rathaus in Bezug auf den zugänglichen Bereich laut Bürgermeister jedoch Anrufe erreicht, die "verschiedentliche Störungen moniert" haben. Anwohner haben sich über spätabendlichen Lärm beschwert. "Wir haben den Anliegern zugesagt, den Sachverhalt an die Polizei weiterzuleiten, um ein schärferes Auge auf diesen Bereich zu haben."

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