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Rottweil Landesgartenschau: Die Arbeit beginnt

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Oberbürgermeister Ralf Broß und beteiligte Mitarbeiter stoßen auf die positive Nachricht an. Foto: Nädele

Rottweil - Landesgartenschau RW 2028 – Rottweil hat am Dienstag den Zuschlag erhalten. Nun wird zunächst einmal gefeiert, dann steht die Arbeit an.

In der Mittagspause knallen im Dienstzimmer von Oberbürgermeister Ralf Broß die Sektkorken. Gerade macht die positive Nachricht aus Stuttgart die Runde. Gut 20 Mitarbeiter der Stadtverwaltung stoßen an, freuen sich über den Erfolg mit der Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau. Broß sitzt noch kurz an seinem Computer, verschickt die E-Mail an alle Rathausmitarbeiter und die Gemeinderäte. "Jeder soll es gleich erfahren", strahlt er.

Die Anspannung der vergangenen Wochen und Monate, die sich am Dienstag bis zur Mittagszeit noch weiter aufbaute, löst sich. Die Nervosität war groß: Hat das Konzept überzeugt? War die Präsentation geglückt? Sind die richtigen Schwerpunkte gesetzt?

"Bei der Bewerbung um eine Landesgartenschau kann man nie von einem Erfolg ausgehen", sagt Bürgermeister Christian Ruf. Und auch OB Broß freut sich, in diesem starken Bewerberfeld Erfolg zu haben. "In der Region gab es Konkurrenten, die es mit ihren guten Bewerbungen ebenfalls verdient gehabt hätten, zum Zug zu kommen", kündigt der Rottweiler Oberbürgermeister an, noch am Nachmittag mit den OB-Kollegen das Gespräch zu suchen. Schramberg und Tuttlingen "in irgendeiner Form 2028 einzubinden" schwebt ihm vor. Das will er Michael Beck in der Donaustadt und Thomas Herzog in der Nachbarschaft anbieten.

"Unsere Bewerbung hat überzeugt", erhebt Broß das Glas auf das Team im Rathaus und die vielen Beteiligten der Bürgerschaft: "Es ist ein Erfolg, an dem ganz viele mitgewirkt haben." Eine breite Basis in Rottweil habe die Bewerbung unterstützt, ist sich Broß sicher, dass neben den landschaftsplanerischen Strategien auch die Themen Bürgerbeteiligung und Mobilität gepunktet haben. Die politische Unterstützung durch das einstimmige Votum des Gemeinderats habe zudem gestimmt. Und auch den Abgeordneten in Stuttgart gilt der Dank aus Rottweil.

Das gemeinsame Ziel

Mittlerweile sind Raymund Holzer und Jutta Steffens von der Lokalen Agenda 21 im OB-Zimmer im Alten Rathaus eingetroffen. "Wir haben ein gemeinsames Ziel", zeigen Geschlossenheit, machen die beiden Mitstreiter ihrer großen Begeisterung über diese Entscheidung des Ministerrats Luft. Ein anderer formuliert es so: Da passt kein Blatt zwischen die Akteure.

Das weiß auch der Rottweiler Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Teufel. Er übermittelt die positive Nachricht aus Stuttgart: "Ich bin froh, dass mit Rottweil einer der drei Bewerber aus dem Landkreis berücksichtigt wurde.

Die Ausrichtung der Landesgartenschau kann und wird die ganze Region aufwerten und nachhaltig voranbringen", so Teufel. Die Landesgartenschau 2028 in Rottweil sei ein wichtiges Signal für die Attraktivität der Raumschaft und die Lebensqualität im ländlichen Raum. Der CDU-Landtagsabgeordnete fordert die Städte Schramberg und Sulz auf, ihre Bewerbungen für die Jahre 2031 bis 2035 zu wiederholen. Schramberg und Sulz hätten klare, innovative und schlüssige Konzepte präsentiert.

Mittlerweile macht im OB-Zimmer die Runde, dass Ellwangen 2026 und Ulm 2030 den Zuschlag erhalten haben. Bad Urach und Vaihingen/Enz dürfen in den ungeraden Jahren dazwischen kleinere Gartenschauen ausrichten.

"Der Ministerrat hat heute seine Entscheidung getroffen und schafft damit die Grundlage für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der baden-württembergischen Landesgartenschauen", sagte Ministerpräsident Winfried Kretsch-mann am Dienstag in Stutt-gart. Im Vergabeverfahren sei Wert darauf gelegt worden, die Lebensbedingungen für die heimische Flora und Fauna zu verbessern, beispielsweise durch Renaturierungen und Entsiegelungen.

Dass die eigentliche Arbeit jetzt erst beginnt, weiß nicht nur Broß: "Zehn Jahre sind auf den ersten Blick ein langer Zeitraum – aber nicht, wenn eine Landesgartenschau geplant werden muss." Steht an diesem Tag zunächst das Feiern im Vordergrund, folgt nun die Arbeit. "Wir werden uns mit allen Beteiligten zusammensetzen und die nächsten Schritte besprechen", will der OB von 2028 rückwärts rechnen, welche Meilensteine wann notwendig sind.

Detlev Maier, Vorsitzender des Rottweiler Gewerbe- und Handelsvereins (GHV), formuliert das ähnlich. Freude und Euphorie herrschten nun vor. Es gelte, die Geschlossenheit aus der Bewerbungsphase zu bewahren für die "vielen Aufgaben dieses riesigen In­frastrukturprogramms". Zusammen mit Gemeinderat, Verwaltung, Lokaler Agenda oder auch Bürgerforum gelte es, die richtigen Weichen zu stellen. "Wir haben ein richtiges Pfund: die Verbindung von Testturm, Hängebrücke und nun noch Landesgartenschau. Das müssen wir nun zusammenfügen."

Rottweil hat das Potenzial

Henry Rauner, den ersten Sprecher des Bürgerforums Perspektiven Rottweil, hat die Nachricht, dass Rottweil zum Zuge kommt, in Euphorie versetzt: "Ich finde es genial", sagt er. "Meine Gemütslage war zuletzt zwischen Hoffen und Bangen." Rottweil habe das Potenzial und aufgeschlossene sowie aktive Bürger. Das habe die Bewerbung gezeigt und das habe die Landesregierung auch überzeugt.

"Das ehrenamtliche Engagement ist toll und kann das Landesgartenschau-Projekt weiter puschen." Rauner fügt hinzu: "Die Schau gibt der Stadt einen Schub, ist aber auch eine Herausforderung. Zehn Jahre, das mag ein langer Zeitraum sein, aber man muss jetzt schon aktiv sein und die Dinge in die Wege leiten."

Für Broß ist mit dem Zuschlag für die Landesgartenschau auch klar: "Das Land traut uns zu, dass wir in der Lage sind, so etwas auf die Beine zu stellen und zu schultern" – nicht nur aus finanzieller Sicht, denn das Projekt soll verteilt über die nächsten Jahre ohne Schuldenaufnahme verwirklicht werden.

Und dann spricht die pure Freude über den Zuschlag und der Stolz auf seine Mannschaft und die Bürger aus Broß: "Turm, JVA, Hängebrücke, Landesgartenschau – wir wissen ja bald nicht mehr wohin mit unseren Erfolgen".

Die Nationalkicker haben versagt, doch auf Rottweil ist Verlass. OB Ralf Broß heimst einen weiteren Pokal ein. 

 
 

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Armin Schulz

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