Den richtigen Weg nach Göllsdorf finden nicht alle. Dieser Fahrzeughalter versucht es über die Fahrradbrücke. Foto: Hils

Nicht jeder findet ohne Schilder den Weg nach draußen. Kosten von Maßnahme bei 1,4 Millionen Euro.

Rottweil-Göllsdorf - Im frühen Herbst soll die Primbrücke fertiggestellt sein. Zu einem Zwischenbericht trafen sich die Göllsdorfer Ortschaftsräte mit Bauleiter Klaus Eger.

Der Kreis baut, somit leitet er auch die Maßnahme. Klaus Eger stand bei der Informationsveranstaltung den Bürgern Rede und Antwort und jetzt als Bauleiter vor Ort den Räten.

Nach der Baugrundprüfung vor drei Jahren und dem anhaltenden Genehmigungsverfahren begann Anfang des Jahres der Bau der Primbrücke.

Aufgrund des Hochwasserschutzes musste wesentlich breiter gebaut werden, als ursprünglich erwartet, berichtete er und stellte anschaulich den Vergleich zur alten Brücke er. Die hatte eine Spannweite von acht Meter, während die neue fast das Doppelte, nämlich 15 Meter messen wird.

Kosten liegen bei 1,4 Millionen Euro

Mit der Fertigstellung ist die Überquerung für den Straßen-, Rad und Fußgängerverkehr deutlich komfortabler und sicherer. Die Rad- und Gehwegverbindung auf der einen Seite umfasst zweieinhalb Meter, der Notgehweg auf der gegenüberliegenden Seite eineinhalb Meter und die Fahrbahnbreite über die Brücke sechseinhalb Meter.

Ortsvorsteher Wolfgang Dreher lobte die Maßnahme, die auch geeignet sei, den Eingangsbereich von Göllsdorf aufzuwerten. Die Kosten für den Brückenbau trägt größtenteils aber der Kreis. Die Stadt zeichnet sich für die Gehwegsituation verantwortlich.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme liegen bei 1,4 Millionen Euro. Das Land, so Eger, steuere 497 000 Euro bei. Informativ ließ Eger die Räte tiefen Einblick in die Maßnahme nehmen. Er erläuterte etwa, dass insgesamt rund 100 Tonnen Bewehrungsstahl eingebaut und jedes einzelne Eisen von Hand eingebunden werden musste.

Die Baumaßnahme liege gut im Zeitplan. Mit der Fertigstellung werde Ende September gerechnet. Für den reibungslosen Ablauf, war die Corona-Pandemie ein Glücksfall, sagte Dreher, da in der Anfangsphase die provisorische Umleitungsstrecke durch Göllsdorf kaum frequentiert war.

Das hat sich inzwischen verändert. Die innerörtliche Strecke würde zunehmend sogar von Auswärtigen befahren, bemängelte Hans Maier. Die Schuld schob Maier auf die erweiterte Beschilderung, die auf die innerörtliche Umleitung hinweise.

Auswärtige werden ausschließlich zur überörtlichen Umleitung geleitet

Bei der Informationsveranstaltung sei den Bürgern versichert worden, dass Auswärtige ausschließlich zur überörtlichen Umleitung geleitet würden, erinnerte Maier. Dreher gab Maier recht, verteidigte aber die Vorgehensweise. "Die belasteten Straßen halten das aus". Nicht nur Auswärtige, selbst Göllsdorfer hätten ohne Hinweisschilder den Weg nach draußen nicht mehr gefunden. Entgegen der Ankündigung auf der Informationsveranstaltung hätte daher mit weiteren Hinweisen reagiert werden müssen. Es werde auch laufend kontrolliert.

Bekannt sei daher auch der Sattellastverkehr in der Mühlwiesenstraße. Um ihn zu verbannen, würden jetzt zusätzliche Verbotsschilder aufgestellt.

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