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Rottweil Tierschützer sind höchst alarmiert

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An verschiedenen Futterstellen werden die Katzen betreut. Symbol-Foto: © Ahapen K – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Sechs Katzen, die von Helfern des Tierschutzvereins Rottweil betreut werden, sind in Irslingen verschwunden, ein Hund zeigt Vergiftungssymptome und einer Helferin wird ein Haufen Katzenkot vor die Haustür gelegt. Nicht zum ersten Mal sehen sich Tierschützer mit unschönen Vorkommnissen konfrontiert.

Kreis Rottweil. Es ist eine mühselige und aufopfernde Arbeit, die die Tierschützer leisten: An vielen Stellen in und um Rottweil, etwa in Dunningen, Deißlingen, Wellendingen und eben auch in Irslingen, werden frei oder auf Bauernhöfen lebende Katzen über den Tierschutzverein Rottweil und die Zweiggruppe Letzgus-Schwarz gefüttert, kastriert und betreut. So soll deren Vermehrung verringert werden – und somit unnötiges Katzenleid. "Diese betreuten Futterstellen sind wichtig, um einen Überblick über die Katzenpopulation zu haben", erklärt Andrea Kienöl vom Tierschutzverein. Neuzugänge, die nicht kastriert sind, könnten so gleich erkannt werden.

Die Katzen werden zum Teil über viele Jahre betreut. "Man kennt die Tiere", sagt Kienöl. Umso erschütternder ist es nun für die Tierschützer, dass in Irslingen gleich sechs Katzen innerhalb kurzer Zeit spurlos verschwunden sind.

Für Andrea Kienöl ist das höchst alarmierend. "Dass sechs Tiere auf einmal weg sind, das kann nicht sein", sagt sie. Es handle sich schließlich nicht um Streunerkatzen, die einfach weiterziehen. "Das ist eine kleine Kolonie, die hier ihr Revier hat." Die Tierschützerin befürchtet, dass hier jemand seine Finger im Spiel hatte. Denkbar sei, dass die Tiere weggebracht und woanders ausgesetzt wurden. Belege gibt es dafür nicht. Doch Andrea Kienöl macht deutlich: "Wir nehmen das nicht einfach hin." Tiere auszusetzen ist kein Kavaliersdelikt. Laut Tierschutzgesetz drohen hier Geldbußen von bis zu 25 000 Euro.

Die Tierschützer haben sich an die Gemeinde gewandt und erhalten dort Unterstützung. Im nächsten Amtsblatt wird Dietingens Bürgermeister Frank Scholz einen Appell an die Bürger richten und die ehrenamtliche Arbeit würdigen. Diese trage schließlich dazu bei, die Bevölkerung von zu vielen herrenlosen Katzen zu entlasten.

Das sieht offensichtlich jener Zeitgenosse anders, der einer Helferin in Irslingen eine Kehrschaufel voller Katzenkot vor die Haustür gestellt hat. Ein Zeichen dafür, dass er ihre Arbeit alles andere als gut findet. Doch umherstreunende Katzen in den Gärten samt der dazugehörigen Hinterlassenschaften gebe es nunmal überall, sagt die Tierfreundin. Nicht nur dort, wo Tiere gefüttert werden.

Und ein weiteres Vorkommnis sorgt für Entsetzen: Ein Hund hat nach einem Spaziergang auf einer beliebten "Hunde-Gassi-Strecke" am Irslinger Ortsrand plötzlich Vergiftungserscheinungen gezeigt. Die Besitzerin berichtet uns, sie habe ihn an der Schleppleine gehabt und gerade noch gemerkt, wie er etwas im Maul hat. Schnell zog sie es heraus – es handelte sich um ein Kau-Leckerli für Hunde. Zunächst dachte sie sich nichts weiter dabei. In der Nacht fing ihr Hund dann aber zu husten an, am Morgen verschlechterte sich sein Zustand. Er würgte und erbrach sich unentwegt. In der Tierklinik konnte zwar keine klare Diagnose gestellt werden, doch der Kehlkopf war völlig entzündet. Zwei Wochen lang war sie alle zwei bis drei Tage mit dem Hund in der Klinik. Erst jetzt geht es ihm langsam besser. Die Besitzerin hat bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Nur zwei Tage nach diesem Vorfall hatten auch zwei der betreuten Katzen ähnliche Symptome, berichten die Tierschützer. Auch sie würgten, konnten tagelang nicht mehr essen. Gift? Oder einfach ein unglücklicherweise aufgeschnapptes Pestizid? Nachweisen lässt sich derzeit nichts. Aber die Tierschützer bleiben wachsam.

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