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Rottweil Theater setzt Zeichen von Lebendigkeit

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Die Schauspieler des Stücks "Friedrich Prinz von Homburg": Lukas Kientzler, Nora Kühnlein, Elisabeth Kreuzer, Stephan Müller und Meinolf Steiner. Die Premiere war für den 4. Dezember geplant und wird auf die Zeit nach dem Lockdown verschoben. Foto: Roland Zimmerer Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil. Das Zimmertheater Rottweil beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag der Theater und Orchester am Montag, 30. November. Ab 14 Uhr gibt es in der Fußgängerzone vor dem Brunnen am Alten Rathaus einen Auftritt.

Der Lockdown für die Theater wurde auf der Ministerpräsidentenkonferenz bis 20. Dezember verlängert, aber es sehe im Moment so aus, als würde die Verlängerung noch weiter bis in den Januar reichen, ist die Einschätzung der Theaterintendanz in Rottweil. "Wir dürfen proben, was das Zimmertheater mit voller Kraft auch macht", so die beiden Intendanten Bettina Schültke und Peter Staatsmann.

Wenn die Theater wieder öffnen, könne man gleich mindestens fünf verschiedene Stücke anbieten: die Premieren "Friedrich Prinz von Homburg" von Heinrich von Kleist und "Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren, die Wiederaufnahmen Atmen von Duncan Mcmillan (diese Inszenierung hatte bisher nur zwei Aufführungen), "Das kunstseidene Mädchen" von Irmgard Keun, "Nathan der Weise" vom Lessing und vielleicht noch ein Überraschungsstück.

Mit der Alten Stallhalle verfüge man über einen Spielort, in dem alle Abstands- und Hygieneregeln gut eingehalten werden könnten, erklärt das Theater. "Wir möchten trotz fortdauernder Schließung aufgrund des weiterhin beunruhigenden Infektionsgeschehens ein Zeichen von Zuversicht, künstlerischer Energie und Verbundenheit an unser Publikum senden", so die Intendanz zum Aktionstag. Gelesen werden kurze Ausschnitte aus "Das tägliche Leben" von Marguerite Duras, der Niederschrift einer Gesprächsserie der Autorin mit Jeröme Beaujour.

Kultur, Theater und Orchester seien wichtig für den sozialen Zusammenhalt, die gesellschaftliche Orientierung und die individuelle Sinnstiftung. "Dazu gehört für uns auch die Solidarität mit anderen Institutionen des öffentlichen Lebens, Kultureinrichtungen und freischaffenden Künstlern und mit all denen, die durch die Situation existenziell bedroht sind", erläutert das Zimmertheater.

Wenn sich die Theater und Orchester zurzeit auch nicht als Orte des Zusammenkommens zur Verfügung stellen könnten, so möchten sie dennoch einen Impuls von Lebendigkeit geben und ihrem Glauben an die künstlerische Utopie Ausdruck verleihen. Sobald es wieder möglich sei, stehen sie für die künstlerische Aufarbeitung der gesellschaftlichen Krise zur Verfügung.

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