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Rottweil Spielplätze werden immer unattraktiver

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Die lange Rutsche des Spielplatzes am Stadtgraben kann derzeit nicht benutzt werden. Foto: Alt

Rottweil - Der Spielplatz im Stadtgraben wurde vor mehr als 30 Jahren ausgezeichnet. Nun ist das einzige Highlight auf dem weitläufigen Gelände, die lange Rutsche, gesperrt. Und auch sonst präsentiert sich der idyllisch gelegene Spielplatz optisch nur wenig attraktiv – findet nicht nur so mancher Tourist.

Eine Familie verbringt ein paar Tage in Rottweil, ehe es sie an den Bodensee weiterzieht. Der Junior ist gerade im rechten Spielplatzalter, und so passt es ganz gut, dass auf der ausgesuchten Route durch die Rottweiler Innenstadt, die auch in den Stadtgraben und das Gänsbrunnengässle hinauf führt, ein Spielplatz liegt. Und der ist auch noch preisgekrönt – obwohl man das auf den ersten Blick nicht so recht glauben kann.

"Hauptpreisträger Landeswettbewerb ›die familienfreundliche Stadt‹ 1987" steht auf der Plakette an der Mauer. Nun, das ist schon lange her. Damals sorgte der Lozziwurm – eine Rutsche aus Plastik, die einer bunte Riesenschlange glich – bei den Kindern für Verzückung. Viel mehr brauchte man damals nicht.

Die heutige Hauptattraktion des – gemessen an der Fläche der Anlage – spärlich ausgestatteten Spielplatzes, die große Rutsche, ist mit Brettern zugenagelt. "Vorsicht! Rutscheturm bis auf Weiteres gesperrt!" steht am Aufgang. Das sorgt für lange Gesichter, zumal die Mutter an der Rutsche nebenan erst einmal die Brennnesseln entfernt. "Aktivurlaub", sagt sie und lacht – betont im Gespräch aber auch, dass sich da in Rottweil noch Vieles ändern müsse, wolle man auch Familien für einen Tripp nach Rottweil locken.

Ruhe-Christi-Spielplatz ohne Turm

Übrigens, auch bei der einen oder anderen einheimischen Familie sorgt der geschlossene Rutschenturm für Ärger. "Bei uns in der Ruhe-Christi-Straße wurde der Rutschenturm abgebaut, da sind wir hierher. Und jetzt ist hier die große Rutsche auch zu", sagt eine Mutter. Zumal der große und gut frequentierte Spielplatz am Nägelesgraben zwar toll, aber auch oft überfüllt sei und in der Knallsonne liege.

Bei der Stadtverwaltung nachgefragt, erklärt Pressesprecher Tobias Hermann, dass die aus dem Betrieb genommene Rutsche nur vorübergehend gesperrt sei. "Der Fallschutz an der Rutsche muss an neue Sicherheitsvorschriften angepasst werden." Und das sei mit Aufwand verbunden. So müsse etwa die Umgebung der Rutsche mit Hackschnitzeln ausgepolstert werden. "Wir wollen das noch dieses Jahr in Angriff nehmen", versichert Hermann.

Etwas anders liegt da der Fall in der Ruhe-Christi-Straße. Dort musste der Rutschenturm abgebaut werden, weil dieser nicht mehr verkehrssicher war. "An den Pfosten waren der Pilz und der Holzbock tätig", sagt der bei der Stadt für die Grünanlagen zuständige Kurt Faupel. Dort soll im kommenden Jahr einen neues Spielgerät samt Rutsche das alte ersetzen. Überhaupt, so Faupel, ersetze und erneuere die Stadt auf den Spielplätzen von Zeit zu Zeit die Spielgeräte. Als jüngste Beispiele nennt er den Spielplatz in der Wacholderstraße in Bühlingen und in der Kohlplatzstraße in Hausen.

Für den Spielplatz im Stadtgraben gelte, wie für die übrigen Spielplätze auch, dass diese "regelmäßig von einem geschulten Kontrolleur überprüft" würden. Hermann: "Wenn Bedarf besteht, werden Geräte repariert oder ersetzt. Letztes Jahr haben wir zum Beispiel die kleine Kletterhütte beim Sandspielplatz gegen eine neue Hütte ausgetauscht."

Vandalismus bereitet der Stadtverwaltung Sorgen

Was der Stadt hingegen viel mehr Sorgen bereite, sei der Vandalismus im Bereich der Torbögen der Neutorbrücke, die den Spielplatz im Stadtgraben nach hinten hin begrenzen. Auch dort müsse investiert werden. Es sei vorgesehen, ein Gitter anzubringen, so Hermann. Zum Spielen eignet sich das allerdings nicht.

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