Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Rottweil Spielplätze sollen rauchfreie Zone werden

Von
Rauchen soll auf den Spielplätzen in Rottweil künftig verboten sein. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf eine Anregung des baden-württembergischen Städtetags. (Symbolfoto) Foto: dpa

Rottweil - Auf Spielplätzen sollen Kinder sorglos spielen und herumtoben können. Zigarettenqualm und Kippen im Sandkasten passen da nicht ins Bild. Anders als in Kindertagesstätten und Schulen gibt es für öffentliche Spielplätze aber kein Rauchverbot. Das soll sich jetzt ändern.

Der baden-württembergische Städtetag fordert die Kommunen in einem Rundschreiben dazu auf, ein Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen zu veranlassen. In anderen Bundesländern, beispielsweise Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt, ist das Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen gesetzlich vorgeschrieben. In Baden-Württemberg können die Kommunen selbst entscheiden. Städte wie Karlsruhe und Heidelberg gehen bereits mit gutem Beispiel voran. Auch in Stuttgart werden Verbotsschilder aufgestellt. Jetzt sollen auch die Spielplätze in Rottweil rauchfrei werden.

Tobias Hermann, Pressesprecher der Stadt Rottweil, berichtet, dass noch in diesem Frühjahr die bestehenden Hinweistafeln durch ein Piktogramm "Rauchverbot" ergänzt werden. Das gilt für mehr als 40 Spielplätze im Stadtgebiet.

Hintergrund für die Bestrebungen des Städtetags sind die gesundheitlichen Gefahren, die Kindern durch Zigaretten drohen. Nicht nur das Passivrauchen, sondern vor allem die Zigarettenstummel gefährdeten die Kinder. Wenn sie von Kleinkindern versehentlich verschluckt werden, könnten Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auftreten. Zudem dürfe auch die Vorbildfunktion, die Erwachsene Kindern gegenüber haben, nicht außer Acht gelassen werden.

Erste Reaktionen von Müttern auf das Verbot in Rottweil sind positiv. "Ich begrüße ein Rauchverbot auf dem Spielplatz", sagt eine Mutter, die ihrem Sohn beim Schaukeln zuschaut. Sie sei zwar selbst Raucherin, aber die Kippen hätten auf dem Spielplatz nichts verloren. Eine andere Mutter, ebenfalls Raucherin, glaubt nicht, dass Eltern sich durch ein Schild am Rauchen hindern lassen werden. "Aber die Zigarettenstummel einfach auf dem Spielplatz liegen zu lassen, ist nicht in Ordnung. Dafür gibt es an jeder Ecke Abfalleimer", meint sie.

Ein Bußgeld für Raucher werde es in Rottweil vorerst nicht geben, sagt Hermann. Dafür müsse erst die erforderliche Rechtsgrundlage geschaffen werden. Das werde die Stadtverwaltung jedoch zeitnah angehen und dann auch über die Höhe des Bußgelds entscheiden. "Das Ordnungsamt wird bei seinen Kontrollgängen in Zukunft auch ein Auge auf das Rauchverbot haben", bekräftigt Tobias Hermann. Man wolle mit den Schildern aber vor allem zur Eigenkontrolle der Bürger auffordern. "Es werden hoffentlich viele andere Kommunen nachfolgen", glaubt er. Dann werde das Verbot vermutlich eine gewisse Allgemeingültigkeit erlangen.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.