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Rottweil Spender für Schwabo-Mitarbeiterin gefunden

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Die Typisierungsaktion war erfolgreich. Foto: © TwilightArtPictures – stock.adobe.com

Kreis Rottweil - Das Glück ist unserer Kollegin Ulrike Schobel förmlich an der Stimme anzuhören, es scheint, als kann sie es noch gar nicht fassen: Die Suche nach einem Stammzellenspender war erfolgreich, sie wurde bereits transplantiert. "Mir geht es gut", sagt sie am Telefon – an ihrem 53. Geburtstag.

 Im Frühjahr hatte die überraschende Diagnose Blutkrebs der 52-jährigen Irslingerin förmlich den Boden unter den Füßen weggerissen. Es folgten viele Wochen im Krankenhaus, mehrere Chemotherapien, quälende Nebenwirkungen und die Gewissheit: Um die Krankheit zu besiegen, brauche ich einen Stammzellenspender.

Weil es natürlich nicht nur sie, sondern viele Betroffene gibt, die dringend einen Stammzellenspender benötigen, hatten wir an dieser Stelle dazu aufgerufen, sich bei der DKMS als Spender registrieren zu lassen. In ihrem Heimatort Irslingen hatte sich zudem aus dem Ortschaftsrat heraus eine Initiative gebildet, die im Juli eine große Typisierungsaktion organisiert hat. "Ich habe mit Martin Bantle telefoniert und mir alles erzählen lassen – ich war wirklich gerührt, was alles für mich gemacht wurde", sagt sie. 115 Menschen haben sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen.

Mehr zur Typisierungsaktion im Video:

Unabhängig von der Aktion hat sie irgendwann im Villinger Krankenhaus "ganz nebenbei" die Nachricht erhalten, dass für sie ein Spender gefunden worden sei. "Ich konnte mich erst gar nicht freuen", sagt sie. Doch dann konkretisierte sich die Nachricht, und Uli Schobel nahm mit der Klinik in Tübingen Kontakt auf. "Mir war klar, dass ich die Spende dort machen will." Nach einigem Hin und Her stand fest: Am 6. August, rund eine Woche vor ihrem Geburtstag, wird der Tag der Tage sein – der Tag der Stammzellentransplantation.

Zuvor wurde sie bei zahlreichen Untersuchungen von Kopf bis Fuß durchgecheckt, um auszuschließen, dass im Körper Entzündungen versteckt sind oder es weitere Probleme gibt. Von der Hals-, Nasen- und Ohren-Untersuchung bis zum Herzecho – die Tübinger Ärzte ließen nichts unkontrolliert, berichtet sie. Mit Immunsuppressiva wurde das Immunsystem heruntergefahren, um die Gefahr zu minimieren, dass der Körper die Stammzellen abstößt.

"Die Transplantation am 6. August ging dann ganz schnell", sagt Uli Schobel. Immer noch ungläubig berichtet sie von dem kleinen, nur zu einem Viertel mit Flüssigkeit gefüllten Beutel, der hereingebracht und ihr als Infusion verabreicht wurde. "Nach einer halben Stunde war es vorbei." Später erfährt sie, dass in diesem kleinen Beutel sieben Millionen der lebensrettenden Stammzellen waren. "Einfach unglaublich."

Sie ist nun weiterhin in der Klinik in Tübingen, wo sie, während das Immunsystem weiter medikamentös heruntergefahren bleibt, unter stetiger Kontrolle steht und darauf gewartet wird, dass die Stammzellen anwachsen. "Bis jetzt habe ich keine Probleme, alles verläuft soweit gut und die Ärzte sind sehr zufrieden mit mir", sagt Uli am Telefon. "Ich fühle mich gut, ich kann wieder essen und alles". So muss es jetzt weitergehen und wir drücken alle Daumen.

Wer der Spender war, weiß Ulrike Schobel nicht. "Es besteht die Möglichkeit, ihm zu schreiben, er bleibt dabei anonym", weiß sie. In zwei Jahren kann sie dann, sofern der Spender einwilligt, auch seinen Namen erfahren. Ob sie das will? "Ja, ich würde schon gern wissen, wem ich das zu verdanken habe." Und natürlich würde sie dann auch Kontakt aufnehmen, um dem Spender zu danken – auch wenn das schwer in Worte zu fassen sein wird.

Weitere Informationen: Alle Informationen zur Stammzellenspende gibt es unter www.dkms.de

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