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Rottweil Schwester Ludbirga: "Es ist Not überall"

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Die Teilnehmer der Jubiläums-Aktion "Helfen durch Wandern" freuen sich, soziale Projekte unterstützen zu können. Gisela Bücker (vorne links) und Dominik Viereck (hinten links) gehören zu den Organisatoren. Foto: Schick Foto: Schwarzwälder Bote

Die Aktion "Helfen durch Wandern" der Pelagiusjugend am vergangenen Sonntag war für die Organisatoren und Teilnehmer ein voller Erfolg.

Rottweil. Der Aktionstag begann um 9 Uhr mit dem Gottesdienst in der Pelagiuskirche. Pfarrer Thomas Böbel begrüßte die Besucher. Gisela Bücker, Dominik und Anna Viereck hatten über das Waisenhaus in Minda berichtet, das sie Ende Juli wieder besuchen werden. Ein Brief von Schwester Ludbirga Schumacher zur dortigen Situation und in Simbabwe allgemein wurde ebenfalls vorgelesen.

Pfarrer Böbel bedankte sich am Ende der Eucharistiefeier bei allen Organisatoren, Teilnehmern und Spendern der Aktion. Dominik Viereck hatte in der Pelagiuskirche eine interessante Dokumentation über die 20-jährige Geschichte zur Unterstützung des Aids-Waisenhauses durch die Aktion "Helfen durch Wandern" zusammengestellt.

"Wundereimer" als Gewinn

Nach dem Gottesdienst hatten sich 34 Teilnehmer aus den Gemeinden St. Pelagius, Göllsdorf und Bühlingen im Gemeindehaus in die Listen eingetragen und waren anschließend auf Wanderschaft für ihr soziales Projekt gegangen. Auch eine Gruppe aus Speyer hatte das Projekt mit unterstützt und dabei 3200 Euro erwandert.

Insgesamt wurde dabei eine Strecke von 551,5 Kilometern zurückgelegt. Einzelne Jugendliche sind 35,5, 30, und 20 Kilometer gelaufen.

Durch die im Voraus festgelegten Spenden und Kilometergelder der Gemeindemitglieder kam somit ein Betrag von 15 025 Euro zusammen. Die vorgegebenen Routen mit fünf, achteinhalb und zehn Kilometern waren mit Kontrollstellen besetzt. Wieder gab es für die Wandergruppen sogenannte "Wundereimer" zu gewinnen für die höchste Durchschnitts-Kilometerzahl, die höchste durchschnittlichen Euro-Spende pro Kopf sowie das am besten gelöste Spiel an den Kontrollpunkten.

Dominik Viereck stiftete die Getränke. Die Initiatorin Gisela Bücker und ihr Team waren sehr erfreut über das Ergebnis ihrer Aktion und bedankte sich bei allen Spendern, Teilnehmern und Organisatoren.

In Simbabwe sei zurzeit in allen Gebieten Tiefstand, so Schwester Ludbirga. Der Wirbelsturm Anfang des Jahres habe im Osten des Landes verheerende Überschwemmungen und Schäden hinterlassen. Der größte Teil des Landes sei aber von einer großen Dürre betroffen. Der große Kariba-Stausee habe zu wenig Wasser, um genügend Strom für das Land zu erzeugen. So falle der Strom fast täglich vier bis sieben Stunden aus.

"Die Stauseen, die uns mit Wasser versorgen, sind fast leer geblieben, so dass wir zwei Tage in der Woche kein Wasser in der Leitung haben", schreibt Schwester Ludbirga. Die wirtschaftliche Lage werde immer schlimmer, das Geld verliere täglich an Wert, dafür blühe der Schwarzmarkt. Krank werden könne man sich nicht erlauben, und ohne Geld gebe es wenig oder gar keine Hilfe.

Hoffnung und Licht

Die Aktion "Eine Welt" in Rottweil unterstützt zur Zeit in Sikhethimpilo für eine Gruppe von Frauen ein Projekt "im Garten und den Betrieb einer Mühle". "An Nahrungsmitteln haben wir zurzeit nichts zu verteilen", Schwester Ludbirga hoffe aber auf Spenden ihrer Heimatdiözese. "Es ist Not überall. Gott segne sie alle, die sie an die Not anderer denken und uns so viel Hilfe zukommen lassen." So sind sich die Organisatoren der Pelagiusjugend sicher, dass der Erlös ihrer Aktion dort dringend gebraucht wird und sie damit ein wenig Hoffnung und Licht ins Waisenhaus in Minda bringen.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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