Lukas Ruf (AMG Rottweil) und Mai Saito (Gymnasium Trossingen) Foto: Schülerforschungszentrum Foto: Schwarzwälder Bote

Tüftler: Lukas Ruf gewinnt zusammen mit Mai Saito Landeswettbewerb Jugend forscht

Rottweil/Tuttlingen. Lukas Ruf (AMG Rottweil) und Mai Saito (Gymnasium Trossingen) haben einem Bericht zufolge in Stuttgart den Landeswettbewerb von Jugend forscht in der Sparte Mathematik/Informatik gewonnen und sich damit für den Bundeswettbewerb im Mai qualifiziert. Die beiden haben am Schülerforschungszentrum (SFZ) in Tuttlingen einen neuartigen Messengerdienst programmiert, der eine sichere Kommunikation im Team ermöglicht.

Neu dabei ist, dass die Nachwuchsprogrammierer bei ihrer Verschlüsselungstechnik die Häufigkeit der einzelnen Buchstaben in der deutschen Sprache berücksichtig haben. Bei herkömmlichen Techniken, die das nicht tun, können Hacker über die Anzahl der vorkommenden Zeichen in einer verschlüsselten Botschaft den Code knacken. "Don’t spy" könnte so für eine sichere interne Firmenkommunikation genutzt werden.

Für Lukas Ruf ist es, nach 2016 bereits der zweite Landessieg bei Jugend forscht. Damals hatte er, zusammen mit zwei Teamkollegen vom SFZ, ebenfalls mit einem technischen Projekt, im Fachbereich Arbeitswelt gewonnen und anschließend den fünften Platz und einen Sonderpreis auf Bundesebene geholt. "Der Bundeswettbewerb ist natürlich etwas ganz Besonders und ich freue mich schon jetzt riesig darauf, dort noch einmal antreten zu dürfen -– auch wenn der Wettbewerb parallel zu meinem Abi läuft", sagt der 18-Jährige. Neben der Qualifikation für den Bundeswettbewerb freuten sich Mai Saito und Lukas Ruf über eine Einladung zur CEBIT, der weltgrößten Informationstechnik-Messe, auf der die beiden ihr Projekt präsentieren.

Ebenfalls zwei Auszeichnungen erhielten die SFZ-Schüler Maximilian Zinsmaier und Tim Petzold (beide OHG Tuttlingen). Sie hatten einen Messstand entwickelt, mit dem Lampenschirme, die "wahren Feinde der Photonen", in allen Raumrichtungen bezüglich ihrer Lichtabsorption vermessen werden können. Über eine eigene Software kann der Wirkungsgrad eines Lampenschirms bestimmt werden, womit ein Energieeffizienz-Klassensystem erstellt werden kann. Die Schüler wurden mit dem zweiten Platz im interdisziplinären Fachgebiet sowie dem Sonderpreis für zerstörungsfreie Prüfung ausgezeichnet.

Das dritte Projekt des SFZ Tuttlingen, das sich mit einem Regionalsieg für den Landeswettbewerb qualifiziert hatte, wurde ebenfalls ausgezeichnet. Für ihre Untersuchungen zum Übertritt von Aluminium-Ionen aus Getränkeflaschen in die darin enthaltenen Flüssigkeiten erhielten Vera Petri und Noa Bihlmaier vom Gymnasium Schramberg den Sonderpreis Chemie der Reinhold-Breitlich-Stiftung.