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Rottweil Schritt für Schritt in Richtung JVA

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Wo jetzt noch vorwiegend gewandert und geradelt wird, führt der Weg künftig zur neuen Justizvollzugsanstalt. Foto: Otto / Montage: Kleinau

Rottweil - Ein Dunkelkorridor für Fledermäuse, ein Feldweg-Neubau und eine neue Bushaltestelle: Die Themen rund um die geplante JVA sind vielfältig. Der Bebauungsplan ist ein "Mammutwerk". Jetzt ist ein weiterer Schritt getan.

Als "klares Zeichen" wertete Oberbürgermeister Ralf Broß in der Sitzung am Mittwochabend den einstimmigen Beschluss des Gemeinderats, der diverse Änderungen absegnete. Der Bebauungsplan kann jetzt in die Offenlage gehen. Seit geraumer Zeit wird an den Plänen getüftelt, die ganze Architekturplanung wurde jetzt noch einmal konkretisiert.

Diskussionen ums große Ganze sind inzwischen passé, es geht noch um Feinheiten für das Großprojekt im Gebiet "Esch" – im Dreieck von Rottweil, Dietingen und Villingendorf. Zum Beispiel, dass der Zufahrtsweg zum Hofgut Neckarburg verlegt werden muss, weil der Bebauungsbereich Richtung Nordwesten verschoben wurde. Es wird ein neuer "Feldweg höchster Kategorie" gebaut, fünf Meter breit mit je 75 Zentimeter Bankett, was für etwaigen Begegnungsverkehr reichen muss. Das Sondergebiet wurde von 13,7 auf 12,1 Hektar zugunsten der Grünflächen verkleinert, die maximale Höhe für bauliche Anlagen rutscht etwas nach oben. Außerdem wird eine große Fläche für Aushub- und Abraummaterial geschaffen.

Polizei segnet Bushaltestelle ab

Breiten Raum nimmt der Umweltbericht ein. Unter anderem entsteht zwischen JVA und Wald ein "Dunkelkorridor", in dem sich Fledermäuse weiterhin wohlfühlen sollen. Wegen größerer Eingriffe in den Wald werden 3000 Quadratmeter Waldfläche ersetzt und in Göllsdorf entstehen Ausgleichshabitate für die Feldlerche. Insgesamt werde der notwendige Ausgleich von 386 500 Ökopunkten noch überschritten, wurde von Planungsseite betont.

Für Verwunderung sorgte bei Stadtrat Peter Schellenberg (FWV) erneut die Tatsache, dass an der neuen Bushaltestelle die Landstraße von Fußgängern gequert werden muss. Bei Einrichtung einer ein Meter breiten Insel sei dies nun von der Polizei genehmigt worden. OB Broß geht davon aus, dass man mit dem "Stempel der Polizei" hier auf der sicheren Seite sei. Man sei aber diesbezüglich weiter im Gespräch.

Nur teilweise kann dem Wunsch eines Aktiven der Lokalen Agenda in der Bürgerfragestunde entsprochen werden. Er forderte, das Dach der JVA "voll mit Photovoltaikanlagen" zu machen. Dies sei teilweise vorgesehen, erläuterte Broß, man habe sich aber für eine Dachbegrünung entschieden. Dies unter anderem auch deshalb, weil der Blick vom Testturm direkt auf die JVA fällt.

Wer sich für alle Details interessiert: der Bebauungsplan wird von 8. August bis 26. September öffentlich ausgelegt. Der Satzungsbeschluss könne dann noch "in diesem Jahr" gefasst werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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