Am Kreisverkehr beim Busbahnhof wird der Grünstreifen aufgepeppt. Fotos: Schulz Foto: Schwarzwälder Bote

Natur: Ursprüngliche Staudenbepflanzung wird ersetzt / Stichworte: Nahrungsquelle und Artenvielfalt

Rottweil (az). Nein, hier am Kreisverkehr beim Busbahnhof, wird nicht etwa schon im Vorgriff zur Landesgartenschau in zehn Jahren der rote Teppich ausgerollt. Hier wird etwas für die Natur getan.

Die Stadtverwaltung erklärt auf Anfrage: Die ursprüngliche Staudenpflanzung sei mittlerweile lückenhaft, teilweise schon mit Rasen durchsetzt und müsse daher erneuert werden. Der Boden werde dazu auf einer Tiefe von etwa 30 Zentimetern abgegraben. Zum Schutz vor Wurzelunkräutern werde ein wasserdurchlässiges Vlies eingelegt. Anschließend werde ein Spezialsubstrat eingebracht.

Als oberste Schicht werde eine rund fünf Zentimeter dicke Splittschicht aufgebracht. Anschließend werden auf der ganzen Fläche Stauden und Gräser gepflanzt und im Hinblick auf das Frühjahr Blumenzwiebeln gesteckt.

Die Anlage werde sich künftig in einer optisch ansprechenderen Erscheinung präsentieren, die Pflege durch den speziellen Aufbau vereinfacht. Die verwendeten Staudenarten und -sorten dienten nicht zuletzt auch als Nahrungsquelle für viele Insektenarten (Bienen, Schmetterlinge). "Bereits im Frühsommer hatten wir kurz nach unserer erfolgreichen Bewerbung um die Landesgartenschau das Programm ›Wir tun etwas für Bienen, Hummeln & Co‹ vorgestellt", erläutert Tobias Hermann, der Sprecher der Verwaltung. Die Grundidee: Die Stadt Rottweil gestaltet innerstädtische Grünanlagen, wo es möglich ist so, dass sie als Lebensraum für Insekten dienen. "Wir leisten damit einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in und um Rottweil. Insekten sind wichtig, wenn es um das Bestäuben von Blüten geht, sie dienen zudem als Nahrungsquelle für Vögel."  Weitere Infos unter: http://rw2028.de/aktion-wir-tun-was-fuer-bienen-hummeln-co/

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