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Rottweil Ringzug: Wünschenswerte Norderweiterung liegt in weiter Ferne

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Der Ringzug ist eigentlich gut in Schuss: Wünsche nach Verbesserungen gibt es dennoch. Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Rottweil (wis). Der Zweckverband Ringzug soll, wie berichtet, weiter Fahrt aufnehmen mit Elektrifizierung und zusätzlichen Haltestellen. Dass aus Sicht von Bewohnern aus dem nördlichen und auch westlichen Teil des Kreises Rottweil eine räumliche Ringzugerweiterung in Richtung dieser Regionen wünschenswert wäre, wurde auch nochmals bei der jüngsten Sitzung des Rottweiler Kreistags betont. Dieses Ansinnen war schon einmal vor zehn Jahren intensiver diskutiert, dann aber ad acta gelegt worden wegen schwieriger Rahmenbedingungen und hoher Kostenschätzungen, die wesentlich auch mit einer notwendigen Verzahnung mit anderen ÖPNV-Einrichtungen an vorstellbaren Stationen wie Oberndorf oder Horb zu tun haben.

Dass auch aktuell ein konzeptionelles Ringzug-Weiterdenken in Richtung Oberndorf und Horb wenig Sinn macht, begründet Landrat Wolf-Rüdiger Michel mit den sich für die Gäubahn ergebenden Verwerfungen aus Stuttgart 21.

Bekanntlich bremst das Großprojekt in den kommenden Jahren entscheidende Schienenwege aus. So dürfte für zwei bis drei Jahre Vaihingen zur Drehscheibe des Zugverkehrs zwischen Stuttgart und Zürich werden mit vielen Nachteilen für Zugreisende, die sich dann im Raum Stuttgart mit der Nutzung ohnehin überfüllter S-Bahnen behelfen müssen.

Nach dem Stuttgart-21-Intermezzo könne man zu einer Norderweiterung dann sicher noch einmal nachdenken, lässt der Rottweiler Landrat im Kreistag Fragesteller wie den Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber (FWV) wissen. Zur Feststellung des Schramberger Kreisrats Bernd Richter (ÖDP), dass das westliche Kreisgebiet höchstens mit der in Aussicht gestellten Ringzug-Anbindung von St. Georgen liebäugeln könne, betont Michel, dass es für die Schramberger Raumschaft vorrangig das Ziel einer direkten Busanbindung der Fünftälerstadt mit dem Oberzentrum VS geben müsse.

Apropos Ringzug: Der läuft nach wie vor mit einer hohen Nutzerresonanz gut. Intern ist aber derzeit eine personelle Problembewältigung angesagt, nachdem der erst im September ins Amt eingesetzte Geschäftsführer Fabian Uyanakumarage seinen Stuhl schon wieder geräumt hat. Die Verbandsversammlung mit den drei Landräten der Region an der Spitze will aber in Kürze die Stelle doch so besetzt haben, dass diese Personalie tatsächlich eine lange Laufzeit-Garantie verspricht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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