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Rottweil Ratten-Bekämpfung in Altstadt zeigt Wirkung

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In Rottweil wurden seit einiger Zeit keine Ratten mehr gesichtet. (Symbolfoto) Foto: lopaque/Shutterstock

Rottweil - Bei der Eindämmung der Ratten-Plage in der Rottweiler Altstadt zeigen sich erste Erfolge. In jüngster Vergangenheit wurden keine Nagetiere mehr gesichtet.

Zwei Faktoren hält Andreas Reichert, Abteilungsleiter Stadtentwässerung der ENRW, für die Hauptgründe in Sachen Rattenplage in der Rottweiler Altstadt: "Die Hitze in der vergangenen Zeit hat die Kanäle austrocknen lassen, sie wurden nicht mehr durchgespült, und vieles ist liegen geblieben", erklärt Reichert. "Zum Beispiel Essensreste, die die Leute in der Toilette entsorgt haben." Es gebe auch Dörfer, die Ratten nie bekämpft haben und dennoch keine Plage haben. "Aber die haben auch mehr Katzen, und vermutlich wird da auch nicht so viel weggeschmissen", überlegt Reichert.

Problem zwei sei eine Gesetzesänderung vor etwa drei Jahren, die das großflächige, obligatorische Auslegen von Giftködern verbietet, damit das Grundwasser nicht verunreinigt wird. Vorreiter sei die Stadt mit einer neuen Art von Falle gewesen. Sogenannte intelligente Köderboxen lockten Ratten an und sendeten die Zählung an einen Computer. So könne man "Ratten-Hotspots" ausfindig machen und an solchen schließlich das Gift gezielt auslegen. Dieses wirke erst nach etwa vier Tagen, damit die Ratte den Köder nicht mit ihren Beschwerden in Verbindung bringen könne.

"Im Mittelalter brachten Ratten die Pest"

"Ratten kommunizieren über eine Urin-Spur, mit der sie andere Ratten an Futterquellen locken", weiß Reichert. Merken die Ratten, dass mit einer Futterstelle etwas nicht stimme, könnten sie auch das an die Artgenossen weitergeben. "Bei den intelligenten Rattenköderboxen haben wir beobachtet, dass tagelang kaum eine Ratte vorbei kam und dann auf einmal hunderte. Die Tiere sind neugierig, aber auch sehr misstrauisch. Wenn sie etwas Neues entdecken, schicken sie scheinbar erst einzelne vor." Hochintelligent sei die Ratte, aber sie übertrage eben auch Krankheiten. "Im Mittelalter brachten Ratten die Pest", erinnert Reichert.

Ratten seien nicht freiwillig in der dunklen Kanalisation. "Wenn sie auch oben Futter finden, sind sie froh. Die ›Kanalratte‹ gibt es in dem Sinne nicht." Deswegen werden die Köder auch oberirdisch ausgelegt.

"In letzter Zeit gab es keine Anrufe und Beschwerden über Rattensichtungen mehr", sagt Reichert. "Das deutet darauf hin, dass sich eine Verbesserung eingestellt hat und die Köder Wirkung zeigen." Jetzt warte man nur noch auf den Bericht des Schädlingsbekämpfers.

"Die beauftragte Schädlingsbekämpfungsfirma hat uns mitgeteilt, dass die Eindämmung des Rattenproblems wie gewünscht erfolgt ist", bestätigt Renate Glatthaar, Leiterin des Ordnungsamtes. "Es sind gegenwärtig keine neuen Köder mehr erforderlich. Die Situation hat sich dank der Maßnahmen normalisiert." Dennoch werde die Ordnungsverwaltung die Lage in der Altstadt weiter im Blick behalten.

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