Von Armin Schulz - Man könnte es als Paukenschlag bezeichnen, was die Stadtverwaltung dem Gemeinderat abverlangen will. Rottweil solle auf die Seemannsche Schenkung historischer Waffen besser verzichten, lautet der Wunsch des Rathauses. Fast drei Jahre war davon auszugehen, dass die umfangreiche Waffensammlung des verstorbenen Peter Seemann demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das Interesse wäre sicher groß gewesen. Waffen ziehen das Publikum mehr an als Gemälde verstorbener Künstler. Doch das Erbe wiegt offensichtlich zu schwer. Die Gewehre, Pistolen, Messer und Kanonen sind demnach nicht so interessant und für die Geschichte der Stadt nicht so wichtig, als dass sie ein weitaus bedeutenderes Thema dominieren sollten: Bau eines neuen Stadtmuseums. Es ist daher weniger ein Pauken-, eher ein Befreiungsschlag.