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Rottweil Rapper "Reikz" dreht Musikvideo

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Rapper "Reikz" schlägt in seinem Video auch nachdenkliche Töne an. Foto: YouTube

Rottweil - "Ich will Musik machen, die unter die Haut geht", meint Joshua Schneider alias "Reikz". Um diese bekannter zu machen und um zu zeigen, wer er ist, hat der Nachwuchs-Rapper ein passendes Musikvideo in Rottweil gedreht.

Er läuft die Stufen zum Stadtgraben hinunter, pustet Rauch in die Luft und singt: "Im Herzen war ich immer ein Rapper". In der Schule hatte man sich über Joshua Schneider und seine "Pieps­stimme" lustig gemacht, doch der 18-Jährige, der in Trichtingen aufgewachsen ist und nun in Rottweil wohnt, hat seinen Traum nie aufgegeben.

Mit dem Rappen begann er vor gut fünf Jahren, als er ein Mikrofon zu Weihnachten bekam. Nach ersten Cover-Versuchen schrieb er seine eigenen Songs und machte sich als "Reikz" auf der Videoplattform Youtube einen Namen.

Und Schneider tut alles, um einer erfolgreichen Rapper-Karriere ein Stück näher zu kommen. "Etwas Eigenes ist einfach unbezahlbar. Das kann ich auch in 30 Jahren noch hören. Es hat einen unglaublichen Wert für mich", meint er.

Und weil er das Ganze richtig angehen will, hat er kürzlich ein Musikvideo gedreht. Mit diesem will er seinen Songs noch mehr Bedeutung geben und ein Stück professioneller werden. "Das kommt einfach besser als nur ein Bild, zu dem meine Musik läuft", meint er.

Emotional und tiefgründig

Doch schon die Aufnahme in einem Tonstudio und der Kauf passender Beats verschlingen eine Menge Geld. "Musik ist ein teures Hobby", weiß Schneider.

Beim Video kam ihm da zugute, dass er mit Tim Welz ("T-Pictures"), einem gleichaltrigen Hobbyfilmer aus Tübingen befreundet ist. Sechs Stunden lang haben die Freunde dafür in Rottweil gedreht – und das mit so wenig Budget wie möglich. "Wir sind sogar mit dem Bus zu den Drehorten gefahren, obwohl das Equipment total schwer war", meint der Rottweiler. Mit fünf Outfits im Gepäck ging es dann an ruhige idyllische Orte: in den Stadtgraben, Rottweil-Altstadt und in die Au.

Dass es ein Low-Budget-Video ist, stört den Rapper nicht. "Ich finde, man braucht nicht immer viel, um etwas Gutes zu machen." Wichtig sei ihm nur gewesen, den Neckar einzubauen. "Ich stehe auf solche Naturvideos." Außerdem passe das besser zu seinen aktuellen Tracks, die weniger von hartem Rap und dafür mehr von Gesang geprägt sind. "Das sollte unter die Haut gehen. Und ich wollte Musik machen, die ich auch meinem Opa zeigen kann. Der war einmal bei einem Auftritt von mir und meinte, es hat ihm gut gefallen, aber er hat kaum etwas vom Text verstanden", erklärt Schneider.

In seinen Songs geht es um Höhen und Tiefen, Probleme, Geld und Liebe – die Lieder sollen immer eine Botschaft haben, in der sich seine Zuhörer wiederfinden können. "Es geht mir nicht darum, richtig berühmt zu werden. Wenn nur ein paar Leute meine Lieder hören, dann hat es sich schon gelohnt", meint der Rottweiler. "Aber letzten Endes mache ich die Musik seit Tag eins nur für mich selbst."

Das Thema des aktuellen Songs "Red Astaire", zu dem Schneider das Video gedreht hat, scheint eher banal. Es geht um einen Geschmack für E-Zigaretten. Doch dahinter verbergen sich immer wieder Erlebnisse und Gedanken des Rappers sowie zweideutige Botschaften.

So singt er von einem Leben zwischen Träumen von Rio und Kampf im Alltag. "Reikz war so dem Scheitern nah", schlägt er nachdenkliche Töne an.

Joshua Schneider hat Gefallen am Tiefgründigen gefunden. Bei seiner nächsten EP "Sounds of the sea", die gerade in Arbeit ist, will er die Melancholie, aber auch den entspannenden Effekt des Meeresrauschens für seine Songs nutzen, um einzigartige Melodien zu kreieren. Im September soll die EP erscheinen.

Dass der Rottweiler Rapper mit seinen 18 Jahren keinen einfachen Weg hinter sich hat, daraus macht er keinen Hehl. Doch der Traum an seine Leidenschaft hält ihn aufrecht. So singt er auch in "Red Astaire": "Höhen und Tiefen, doch das Feuer bleibt".

Das Video kann auf YouTube angesehen werden. Weietre Informationen auf Facebook und Instagram: Reikz und @reikz_official

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