Für die Eichendorff-Schule in Rottweil haben Polizei, Schulleitung, Elternbeirat und Stadt zusammen ein Maßnahmenpaket geschnürt. Foto: Kammerer

Vermüllung: Eichendorff-Schule kämpft mit Hinterlassenschaften nächtlicher Besucher.

Rottweil - Der Anblick passt nicht so recht zum Pausenhof einer Schule: leere Zigarettenschachteln und Plastikbecher, dazu die Flasche Whiskey – achtlos liegengelassene Zeugnisse von nächtlichen Besuchern des Geländes der Eichendorff-Schule in Rottweil.

Die Situation mit Scherben und Müll entlang des Schulgeländes um die Schule an der Steinhauserstraße ist der Stadtverwaltung und der Polizei bekannt und durchaus nicht neu. "Die Vermüllung nimmt immer zu Beginn der wärmeren Monate wieder zu, wenn das Aufhalten im Freien eben auch wieder attraktiv ist", schildert Bernd Pfaff, Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung. Dass Passanten jetzt auf die Situation aufmerksam machten, passt zur Erfahrung, dass gerade nach den Schulferien, wenn die Schule geschlossen war und die Schüler in den Ferien waren, die Probleme am augenfälligsten sind. "Wie uns der Hausmeister berichtet hat, ist das Gelände aber inzwischen wieder gereinigt."

Polizei und Ordnungsamt haben im Rahmen von abendlichen Kontrollgängen die Jugendlichen bereits öfter auf die Müllproblematik angesprochen und zurechtgewiesen. Der Platz werde außerdem von einer Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendreferats im Rahmen der mobilen Jugendarbeit regelmäßig auf einer abendlichen Tour aufgesucht.

"Sie hat mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer wieder ausgehandelt, dass zum Beispiel der Müll in die entsprechenden Behältnisse wandert", bedauert Pfaff, dass mancher Appell von Ordnungsverwaltung, Polizei, KiJu und Schulleitung an das Verantwortungsgefühl der Jugendlichen und deren Eltern leider ungehört verhalle. Natürlich werden die Jugendlichen aufgefordert, den Müll aufzuräumen. Gleichsam habe die Polizei in solchen Fällen bereits Ordnungsgelder verhängt.

Für solche Fälle gibt es in Rottweil das Modell der "Gelben Karte". Dabei handelt es sich um eine Postkarte mit dem Appell "Rottweil bleib sauber", die bei einem Schülerwettbewerb im Zuge der Kommunalen Kriminalprävention (KKP) entwickelt wurde und die die Konsequenzen beispielsweise von Vermüllung aufzeigt.

"Ende Dezember hat auch vor diesem Hintergrund ein Gespräch mit Polizei, Schulleitung, Elternbeiratsvorsitzenden, Kinder- und Jugendreferat sowie der städtischen Schul- und Ordnungsverwaltung stattgefunden", berichtet der Fachbereichsleiter. Dabei seien mit Blick auf das Frühjahr verschiedene zusätzliche Maßnahmen besprochen worden. Unter anderem ist eine verbesserte Ausleuchtung geplant, um das Schulgelände als Rückzugsmöglichkeit für abendliche Partys unattraktiver zu machen. Zudem sollen die Bepflanzung zurückgenommen und ein zusätzlicher Mülleimer aufgestellt werden.