So sieht das Gebäude Omsdorfer Hang 3 nach der Sanierung aus. Die Bewohner können sich über die neuen Balkone und den erhöhten Wohnwert freuen, meint die Stadtbau. Foto: Stadt Rottweil

Soziales Wohnprojekt nimmt Formen an. 600.000 Euro investiert. Höhere Mieten, geringerer Energieverbrauch.

Rottweil - Im Rahmen der Stadtentwicklungsmaßnahme saniert die Stadtbau ihren Gebäudebestand im Wohngebiet "Omsdorfer Hang". Nun wurde das erste Gebäude fertiggestellt. Die Wohnbau kündigt höhere Mieten an. Indes könnte man bei den Energiekosten Geld sparen, heißt es.

Seit einigen Tagen erstrahlt das Gebäude Omsdorfer Hang 3 in neuem Glanz. Das 18-Familien-Wohnhaus wurde für den Start des Projekts ausgewählt, weil es am Eingangsbereich quasi die Visitenkarte für das Wohngebiet darstellt, so die Mitteilung der Stadt. Die Stadtbau hat das Gebäude mit einer neuen Wärmedämmung versehen. Die Laubengänge wurden saniert und mit einem Wetterschutz ausgestattet. Das vorher offene Treppenhaus ist mit einer Eingangstür und mit einer Wärmedämmverglasung verschlossen.

"Auf der Südseite sind große Balkone angebaut worden, die von den Mietern in den vergangenen Tagen schon rege benutzt wurden", berichtet Stadtbau-Chef Peter Hauser.

In das Haus investierte die Stadtbau rund 600 000 Euro. Das Projekt wird durch das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" gefördert. Einschließlich des städtischen Finanzierungsanteils beträgt die Förderquote 60 Prozent. Das Gebäude Omsdorfer Hang 3 ist der erste Schritt zur Sanierung aller Wohngebäude am Omsdorfer Hang. Als Nächstes sollen die beiden Zwölf-Familien-Wohnhäuser Omsdorfer Hang 5 und 7 folgen, für die derzeit das Baugenehmigungsverfahren läuft. Zudem ist eine Neugestaltung der Straßen, Gehwege und Grünflächen geplant.

Die Anwohner werden über Workshops beteiligt und sind eingeladen, sich mit ihren Anregungen und Ideen einzubringen. Darüber hinaus begleitet eine Stadtteil-Betreuerin die Sanierung und bietet in einem Bürger-Treff feste Sprechzeiten an.

Bis in acht Jahren will die Stadtbau mit den Modernisierungen fertig sein und allen Bewohnern Wohnungen mit einem wesentlich höheren Wohnwert anbieten. "Einen Teil der Sanierungskosten müssen wir durch höhere Mieten abdecken", so Hauser. "Die Mieterhöhung wird jedoch so moderat ausfallen, dass sie durch Ersparnisse bei den Heizkosten aufgrund der besseren Wärmedämmung weitgehend ausgeglichen wird." Für die Mieter bleibe somit die Gesamtbelastung ungefähr gleich. "Sie profitieren aber sofort vom wesentlich höheren Wohnwert."