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Rottweil OB gewährt Einblick in Zukunftsplanung

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Sehr gut besucht ist der Bürgerempfang der Stadt Rottweil in der Stadthalle am Sonntagabend. Foto: Graner

Rottweil - Vertreter aus der Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik, aus Industrie, Handel und Handwerk sowie der Kirchen und Religionsgemeinschaften, und natürlich viele interessierte Bürger sorgten gestern für volles Haus beim Bürgerempfang in der Stadthalle.

Gespannt warteten die Gäste gestern Abend, was Oberbürgermeister Ralf Broß zu sagen hatte und ob er wohl Überraschungen im Gepäck hat. Doch die Stadt scheint wieder in ruhigeren Fahrwassern zu sein - soviel vorweg.

Eröffnet wurde der Empfang von der Stadtkapelle, die bei der Auswahl ihrer Musikstücke Bezug auf den Ewigen Bund nahm, dessen Jubiläum im abgelaufenen Jahr in Rottweils Festreigen ganz weit oben stand.

Oberbürgermeister erinnert an Ewigen Bund

2019 ist historisch gesehen, "ein außergewöhnliches Jahr gewesen", betonte Broß mit Blick auf dieses Jubiläum. "Am 6. April 1519 hatte sich die damalige Reichsstadt Rottweil in Zürich mit den Eidgenossen auf ein Bündnis geeinigt, das für die Stadtgeschichte und die gegenseitigen Beziehungen bis zum heutigen Tage von großer Bedeutung ist. Dieses Bündnis wurde uneingeschränkt aufrechterhalten, nie verändert und gilt im Grunde genommen bis zum heutigen Tag", philosophierte Broß ein wenig darüber, welch unglaublicher politischer Schachzug dieses Bündnis gewesen sei. Broß spannte zugleich den Bogen in die Gegenwart. Der Ewige Bund habe in gewisser Weise Vorbildcharakter und könne eine Antwort auf die Frage sein, wie man Probleme der heutigen Zeit lösen könne.

Die Schweizer Städte und Rottweil hätten sich damals zusammengetan, um ein Problem zu lösen. Sie bildeten sozusagen ein Netzwerk auf wirtschaftlicher, politischer und insbesondere militärischer Grundlage mit gegenseitigen Rechten und Pflichten.

"Auch später war es meist nicht der Kaiser, sondern die Städte, die sich den Herausforderungen der damaligen Zeit stellten und Eigeninitiative zeigten", so Broß und führte weitere Beispiele aus der Geschichte an. "Es gibt viele Beispiele, wie wir auch heute gemeinsam stärker sind als jeder für sich alleine", sagte er und führte den Städtetag an, die Städtepartnerschaften, aber auch interkommunale Zusammenarbeit.

Dieses Zusammenwirken auf verschiedenen Ebenen hob Ralf Broß als Botschaft für das kommende Jahr und das neue Jahrzehnt hervor: "Die Stadt ist der Ort der Stabilität in unruhigen Zeiten. Sie ist Versuchs- und Zukunftslabor für neue Wege, eröffnet Chancen und Perspektiven".

Ein ganzer Strauß von Entscheidungen, Feierlichkeiten und Erlebnissen habe das vergangene Jahr geprägt. So das Gedenken an das vernichtende Erdbeben in L‘Aquila, das sich 2019 zum zehnten Mal jährte, oder die Anerkennung Rottweils als Ausflugsort. Positiv sei auch gewesen, dass sich ein neuer Pächter für die Villa Duttenhofer gefunden hat und die Bauarbeiten für das Neckarcenter beginnen konnten. Auch die erste Station auf dem Römerpfad Altstadt wurde fertiggestellt. In diesem Jahr würden die Arbeiten fortgeführt, kündigte Broß an.

Auf der Spitalhöhe wurde mit dem Kindergartenneubau für 80 Kinder begonnen, und in Zepfenhan der Kindergarten "Herzstückle" in Betrieb genommen. Wer dann dem Kindergarten entwachsen sei, der könne sich bald im neuen Skatepark austoben, der neben dem Rugbyplatz realisiert werde.

In Neufra habe man Ende des Jahres das neue Hochwasser-Rückhaltebecken einweihen können und im November hatte der Gemeinderat das weitere Vorgehen in Sachen Mobilitätskonzept festgelegt, resümierte Broß. Zudem sprach er den Sachstand zur Hängebrücke und zur JVA an.

Auch das erste E-Auto habe man in Betrieb genommen und sei mit dem Förderprojekt "Natur nah dran" ausgezeichnet worden. Zudem sei die neukonzipierte "Sammlung Dursch" im Dominikanermuseum wiedereröffnet.

Doch bei allem Schulterklopfen dürfe man die Herausforderungen der Zukunft nicht aus dem Blick verlieren. "Demokratie braucht Auseinandersetzung. Und zwar eine tolerante und respektvolle Auseinandersetzung. Besonders in einer Zeit, in der die Anforderungen an uns so groß wie noch nie sind", sagte Broß. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Integration, Stadtentwicklung, Mobilität, Wohnbaupolitik, Denkmal- und Datenschutz reihten sich als Themen aneinander - als großes natürlich der Klimaschutz. Es brauche ein Umdenken in der Gesellschaft und in der Stadt. In Rottweil sei in den vergangenen Jahren in dieser Hinsicht vieles geleistet worden, vieles könne man noch tun.

"Lassen sie uns also weiterhin gemeinsam und konstruktiv an unserem Rottweil arbeiten. Themen gibt es genug", forderte der Oberbürgermeister auf und betonte abschließend, dass man sich auch 2020 wieder auf viele Jubiläen und Feiern freuen dürfe. So auf 50 Jahre Große Kreisstadt Rottweil, 50 Jahre Forum Kunst und anderes mehr.

Im Anschluss an den Empfang hatten die Gäste die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch und Austausch.

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