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Rottweil Neue Taktik im Kampf gegen das Laub

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Der Großflächenmäher zerlegt die Blätter in kleine Teile. So müssen sie nicht entsorgt werden. Foto: Schönfelder

Rottweil - Der Riesenrasenmäher, korrekt sagt man Großflächenmäher, wühlt sich heulend durch das knöcheltiefe Laub. Albert Schmidt in der Fahrerkabine ändert die Einstellung am Gerät, der Mäher hebt sich etwas und gleich geht es zügiger voran. Gierig zerlegt die Maschine in Sekundenschnelle die Blätter gleich kiloweise.

In diesem Jahr setzt der städtische Betriebshof auf eine neue Taktik im Kampf gegen das Laub. Der Mäher soll zur Trumpfkarte werden, und der Betriebshof scheint selbst bei Laubmassen ein gutes Blatt zu haben.

Zu Wochenanfang raste Sturmtief "Christian" über Deutschland hinweg und rüttelte kräftig an den Bäumen. Das Ergebnis ist auch in den städtischen Parkanlagen, wie hier im Himmelreich, zu besichtigen. Wenn der Blätterfall sonst Tage und Wochen dauert, war das vorgestern an manchen Stellen in Stunden erledigt. In dicken Schichten liegen die Blätter nun im Gras.

Um diese Jahreszeit hat das Personal des Betriebshofs sowieso alle Hände voll zu tun, die Rasenflächen vom Laub zu befreien.

Bisher zogen die Männer in Orange mit dem dröhnenden Gebläse und einer Art "Riesenstaubsauger" auf der Ladefläche ihres Fahrzeugs los und bliesen die Blätter "mundgerecht" für den Sauger zusammen. Eine mühevolle Arbeit, die sich über Tage hinzog und für die Stadt auch noch ziemlich kostspielig war. Rund 700 Kubikmeter Blätter, das entspricht rund 20 Containern, wurden bisher auf diese Weise in jedem Jahr mehr oder weniger aufwendig zusammengekarrt und entsorgt. Wobei man natürlich "nicht jedem Blatt hinterher rennt", wie es Betriebshof-Chef Jochen Ruoff ausdrückt. Auch die Straßenreinigung ist wegen des Laubs in diesen Tagen mit zwei Kehrmaschinen unterwegs.

In diesem Jahr wollen Ruoff und sein Stellvertreter Albert Schmidt deshalb etwas Neues probieren. Seit vergangenem Jahr ist der Großflächenmäher in der Laubbekämpfung im Einsatz, diesmal soll er einen großen Teil der Arbeit leisten. Das spart Kosten und Zeit, in der sich das Personal des Betriebshofs um andere Dinge kümmern kann.

Im Moment haben sie dennoch keine Wahl – zuviel Laub in zu kurzer Zeit. Ruoff sagt’s klar: "Wenn das Laub runterfällt, müssen wir ran." Nur dass das Laub in diesem Jahr besonders hoch liegt.

Albert Schmidt schaut durch das Rückfenster auf die zurückgelegte Strecke und scheint zufrieden: "Da fährt man jetzt zweimal drüber, dann ist die Sache erledigt." Aber der Umgang mit dem Großmäher verlangt Fingerspitzengefühl.

Im kommenden Jahr soll dann Bilanz gezogen werden, um festzustellen, ob sich der Mäher-Einsatz rentiert hat. Sonst müssen die teuren Fußtruppen mit den Laubbläsern wieder zum Einsatz.

Albert Schmidt hat den Mäher ausgeschaltet und es geht zurück zum Betriebshof. Morgen ist er wieder im Einsatz im Kampf gegen das Laub.

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