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Rottweil Muss Test-Turm touristischer werden?

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Besucher des Rottweiler Testturms müssen oft lange anstehen. Besonders für Senioren wäre ein Sonnenschutz eine Erleichterung. Foto: Nädele

Rottweil - Sonnenschutz und Wartezeiten – die Hitze ist auch beim Thyssen-Krupp Testturm auf dem Berner Feld ein Thema. Die Problematik war schon einmal im April aufgekommen, als eine 79-Jährige vor dem gläsernen Eingangsbereich des Testturms nach längerem Stehen in der Sonne kollabiert war. Die Stadt müsse dringend handeln, was die Gestaltung des Außenbereichs angehe, so lautete damals die Forderung angesichts mangelnder Sitzmöglichkeiten und fehlenden Schutzes gegen Sonne oder Wind sowie Möglichkeiten, ein Getränk zu bekommen.

Leihschirme sollen übergangsweise schützen

Seitdem hat sich manches geändert. So bietet etwa ein Food Truck Essen und Getränke auf dem Gelände an. Auch ein Sonnenschutz war kurzfristig vorhanden – der wurde aber nun für den Rottweiler Ferienzauber benötigt. Mit der Einrichtung des Food-Truck-Angebots bestehe aber nun die Möglichkeit, sich dort in ein Zelt oder unter Sonnenschirme zu setzen, so Tobias Hermann, Pressesprecher der Stadt Rottweil. "Außerdem haben wir den Info-Container vom Besucherhügel zum Standort des Food Trucks versetzt. Auch dort gibt es zumindest für einige Besucher einen schattigen Platz", erklärt er.

Der Sonnenschutz sei jedoch generell nicht für wartende Besucher vor dem Testturm gedacht gewesen, sondern für die städtischen Führungen, ergänzt Hermann und weist daraufhin, dass sich Besucher in der Schlange vor dem Testturm auf Thyssen-Krupp-Gelände befinden und somit im Umkehrschluss die Firma für deren Schutz zuständig ist, was auch die Unternehmenssprecherin Jasmin Fischer bestätigt. Nach der Schranke, innerhalb des Zauns ist das Unternehmen verantwortlich, außerhalb die Stadt.

Zum Thema Sonnenschutz sagt sie: "Wir sind bereits dabei, eine optimale Lösung auszuarbeiten und geben momentan Leihschirme als Sonnenschutz aus." Die Wartezeiten seien derweil stark tages- und saisonabhängig. Während es im Herbst oft gar keine Wartezeit gegeben habe, könne es nun teilweise bis zu einer Stunde dauern. "Freitage sind aufgrund vieler Busreisegruppen ganz besonders besucherstarke Tage", so Fischer.

Eine Rolle spielt dabei vor allem auch die maximal erlaubte Kapazität im Testturm, die bei 199 Personen liegt. Diese behördliche Auflage sei an das Brandschutzkonzept gekoppelt und werde niemals überschritten, da Sicherheit oberste Priorität habe.

Wie es aus gut unterrichteter Quelle heißt, soll es nicht nur beim Warten heiß her gehen, sondern zwischen der Stadt Rottweil und dem Unternehmen brodeln. Ein Streitpunkt ist offenbar die generelle Ausweitung der Öffnungszeiten des Testturms, der bislang nur freitags bis sonntags geöffnet hatte. Im August ist er zusätzlich von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 10 bis 18 Uhr für Besucher zugänglich. Dass auch eine generelle Ausweitung im Gespräch ist, ist angesichts der Besucher- und Führungszahlen nicht verwunderlich.

Bislang hat die Stadt Rottweil laut Pressesprecher Hermann 1889 Führungen durchgeführt, davon 1116 am Testturm. In Planung für dieses Jahr seien derzeit noch weitere 132 Führungen. Für 2019 liegen der Stadt derzeit bereits 79 Anfragen vor. Ende 2017 lag die Zahl aller Stadtführungen bei 806. "Das zeigt, dass wir durch die Eröffnung des Testturms einen sehr starken Zuwachs verzeichnen können", so Hermann. Die meisten Führungen habe es an Wochenenden Ende Juni und Anfang Juli gegeben (68 Führungen als Höchstwert, davon 36 am Testturm). Dass eine Ausweitung eindeutig im Sinne der Stadt wäre, leuchtet also ein und wird von Tobias Hermann bestätigt: "Wir sind mit Thyssen-Krupp darüber im Gespräch. Begrüßenswert ist auf jeden Fall, dass die Öffnungszeiten jetzt in der Ferienzeit ausgedehnt wurden."

Öffentliche Diskussion ist derzeit nicht gewünscht

Von der Thyssen-Krupp-Unternehmenssprecherin heißt es dazu: "Inwieweit wir unsere Forschungseinrichtung der Öffentlichkeit noch weiter zugänglich machen, prüfen und besprechen wir regelmäßig." Derzeit wolle man im Moment bei diesem Thema aber "nicht tiefer in die öffentliche Diskussion einsteigen", stellt Fischer klar und verdeutlicht damit, dass man von einer generellen Ausweitung wohl noch weit weg ist. Auffällig ist in diesem Zusammenhang auch die Wortwahl "Forschungseinrichtung", die den Testturm von der Bedeutung des Tourismusmagneten abrücken lässt.

 
 

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Armin Schulz

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