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Rottweil Mobile Blitzer gegen Tempo-Sünder

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Die Stadt Rottweil investiert 150.000 Euro in die mobilen Blitzanlagen. (Symbolfoto) Foto: Vitronic

Rottweil - Die Stadt will in Rottweil das Tempo des Verkehrs stärker überwachen. Dazu sollen ein mobiler Blitzer angeschafft und das notwendige Personal eingestellt werden. Am Mittwochabend berät dazu der Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss (UBV).

Vom ursprünglichen Gedanken, auf ein neues stationäres System zu setzen, wie es bereits seit 2003 in Hausen und in Neukirch im Einsatz ist, hat sich die Stadtverwaltung mittlerweile wieder verabschiedet. 150.000 Euro sind im Haushalt für das laufende Jahr eingeplant. Dieses Geld soll nun in eine mobile Anlage investiert werden, von dem sich die Verwaltung laut Sitzungsvorlage eine größere Flexibiltät verspricht.

Ins Auge gefasst ist deshalb ein Anhänger, der im ganzen Stadtgebiet wie auch in den Ortsteilen eingesetzt werden kann. So stehe "der präventive Gedanke" stärker im Vordergrund, da die Verkehrsteilnehmer nicht damit rechnen können, an welchen Stellen und zu welchen Zeiten geblitzt wird, heißt es in der Begründung.

Radarfalle für 150.000 Euro

Für die Sitzung des UBV liegt ein Angebot der Firma Vitronic aus Wiesbaden vor: über knapp 150.000 Euro. Mit Blick auf die jährlichen Mietkosten von rund 50.000 Euro spricht sich die Stadtverwaltung dafür aus, einen solchen sogenannten Enforcement-Trailer zu kaufen. Seit wenigen Monaten sei ein Exemplar von der Ordnungsverwaltung bei den Kollegen im Schwarzwald-Baar-Kreis im Einsatz begutachtet worden. Angehängt an ein Fahrzeug könne er an jeden beliebigen Standort gebracht und für die Verkehrsüberwachung eingerichtet werden.

Das System kann laut Herstellerangaben autonom die Geschwindigkeit aller Fahrzeuge auch über mehrere Spuren hinweg erfassen. Der Anhänger sei mit einer unabhängigen Stromversorgung ausgestattet. Der Betrieb sei ohne Personal für die Dauer von mindestens fünf Tagen möglich - und das auch an Stellen wie Baustellen oder schwer einsehbaren Kurven, wo dies bislang aufgrund der Gefahr für die Messbeamten und das System auch mit mobilen Lösungen nicht möglich war. Wobei die Stadtverwaltung davon ausgeht, dass der Vollzugsdienst fast täglich nach dem Rechten schaue müsse.

Zusätzliche Stellen im Ordnungsamt

Da in der Ordnungsverwaltung zuletzt die personelle Besetzung unverändert geblieben sei, zudem weitere Aufgaben etwa im Waffen- und Glückspielrecht aufgefangen worden seien, ist die verstärkte Geschwindigkeitskontrolle nicht auch noch zu leisten. Schaffen will die Stadtverwaltung Rottweil deshalb eine Vollzeitstelle in der Bußgeldsachbearbeitung sowie eine 50-Prozent-Stelle im Vollzugsdienst. 90.000 Euro sind als jährliche Kosten kalkuliert. Im Gegenzug rechnet die Stadtverwaltung allerdings auch mit Mehreinnahmen an Buß- und Verwarnungsgeldern in Höhe von etwa 200.000 Euro.

Zurück geht das Vorhaben auf die Absichtserklärung des Gemeinderats, die Geschwindigkeitsüberwachung in der Stadt Rottweil zu forcieren. Trotz der geplanten Neuanschaffung des Enforcement-Trailers sollen deshalb auch weiterhin in Kooperation mit dem Landkreis an durchschnittlich 35 bis 50 Tagen im Jahr Automobile mit Radaranlagen zur Überwachung angemietet werden.

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