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Rottweil Mit Selbstbewusstsein ins Grüne

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So könnte der Bahnhaltepunkt am Neckar gestaltet werden. Fotos: Stadt Rottweil/Planstatt Senner Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Zeiten, in denen Verwaltung und Stadträte bang nach rechts und links geschielt haben, was in der Region bei den Mitbewerbern um eine Landesgartenschau so passiert, scheinen vorbei. Selbstbewusstsein ist angesagt – vor allem Stolz auf das Engagement der Bürger.

Rottweil. In seiner Arbeit als Landschaftsplaner habe er so etwas selten erlebt, befeuert Johann Senner diese Euphorie, die seit den Projekten der Bürgerbeteiligung greifbar ist. Es hat einige Zeit gedauert, bis Michael Gerlichs Idee von einer Bewerbung Rottweils um eine Landesgartenschau gezündet hat, doch nachdem der Gemeinderat dann dieses Jahr einschwenkte, war diese Idee in die Köpfe vieler gepflanzt. "Es grünt so grün, wenn Rottweils Ideen blüh’n", freut sich da FWV-Stadtrat Hermann Breucha.

Senner vom gleichnamigen Büro für Landschaftsarchitektur, Umweltplanung und Stadtentwicklung sieht darin für Rottweil schon jetzt einen Gewinn – selbst wenn es mit der Bewerbung nichts werden sollte. Gleichwohl macht er durchaus große Hoffnungen auf einen Erfolg. "Sie haben gute Chancen auf den Zuschlag", spricht Johann Senner von einer "innovativen, in die Zukunft gerichteten Bewerbung, die den klassischen Themen viel Neues" hinzufüge. Das Motto "Höher. Grüner. Weiter" spielt mit diesen Aspekten.

Die Stadt setze bewusst auf den Ideenreichtum ihrer Bürger griff Oberbürgermeister Ralf Broß einige Stichpunkte heraus – und verriet, dass Thyssen-Krupp Elevator großes Interesse daran bekundet habe, nicht nur als Botschafter für die Bewerbung eine Rolle zu spielen, sondern sich dann auch bei Zukunftsfragen zum Thema Mobilität einzubringen. Fraunhofer Institut, TechnologyMountains, Stadtbus oder auch das Ministerium wollten ebenso mit ins Boot, wenn es etwa um einen Feldversuch für autonomes Fahren gehe. Ruf schloss sich an: "Wir können Bürgerbeteiligung. Wir können Innovation", bekräftigte er. "Und wir haben Defizite", denn die brauche es, um Ansatzpunkte für eine Landesgartenschau zu haben.

Die begeisterten Plädoyers von Broß und Bürgermeister Christian Ruf zur Einleitung in die Diskussion wollte der Planer unkommentiert stehen lassen und direkt zur Abstimmung übergehen. Wahrscheinlich wäre sie dann ebenso einstimmig ausgefallen, wie es am Ende der Debatte im Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss (UBV) geschehen ist.

Gemeinsam stellten Broß, Ruf, Senner und Fachbereichsleiter Lothar Huber die Kernaussagen des Konzepts vor, mit dem sich Rottweil bewerben will. "Wir stricken derzeit mit heißer Nadel an den Unterlagen", verriet Ruf, "um sie dann am 22. Dezember in Stuttgart einwerfen zu können".

Ohne Abstriche an ihrer Begeisterung für das Vorhaben – Zweifel an den Kostenschätzungen für das 20-Millionen-Euro-Paket der Stadt trieben in der Sitzung am Mittwochabend so manchen Stadtrat um. Solchen Vermutungen trat Broß entgegen: Die Maßnahmen seien "nicht verniedlicht", um sie in den Kostenrahmen einzupassen. Und Senner erinnerte an die Entscheidungshoheit des Gremiums: "Ich habe Sie so kennengelernt, dass Sie jedes Projekt kritisch durchleuchten".

Sollte im Rund dann noch jemand unsicher gewesen sein, grünes Licht für die Bewerbung der Stadt zu geben, für den rückte Fachbereichsleiter Herbert Walter das Investitionstableau zurecht und zeitlich in Relation. Machbar sei es aus eigenen Mitteln. Nur wenn das Budget überschritten werde, wären Kredite notwendig. In Erinnerung rief Walter dabei, dass eine Reihe der Projekte auch ohne Landesgartenschau in Angriff genommen würden. Alleine im mittelfristigen Investitionsprogramm der Stadt stünden bereits jetzt Maßnahmen für 8,2 Millionen Euro, die auch Teil des 20-Millionen-Euro-Gartenschau-Programms seien.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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