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Rottweil Mit gutem Beispiel vorangehen

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Oberbürgermeister Ralf Broß (links) präsentiert die sogenannte "Gönninger Sommerpracht" im Hintergrund. Foto: Leinmüller Foto: Schwarzwälder Bote

Passend zur Landesgartenschau 2028 startet die Stadt Rottweil jetzt eine neue Aktion. Unter dem Motto "Wir tun was für Bienen, Hummeln und Co." will die Kommune ihren Beitrag leisten, dem weltweiten Insektensterben entgegenzuwirken.

Rottweil. Unterstützt wird die Stadtverwaltung von Organisationen wie der Lokalen Agenda, Nabu, BUND und den Gartenfreunden Rottweil. Vorrangiges Ziel soll es sein, Rasenflächen innerhalb des Stadtgebiets in Blumenwiesen zu verwandeln.

"Eine tolle Sache", nennt Oberbürgermeister Ralf Broß die Aktion, als diese am Dienstag auf der Grünfläche des Rottweiler Bockshofs vorgestellt wird. Dort hat sich bereits eine beispielhafte Blumenwiese entwickelt. "Manch einer hat sich bestimmt schon gefragt, warum das Gras an bestimmten Stellen in der Stadt nicht mehr gemäht wird. Das ist Absicht", sagt Broß und schmunzelt.

Durch die mit Bedacht gewählten Orte, an denen Blumenwiesen sprießen, soll neuer Lebensraum für Insekten entstehen. "Und nicht nur das – es sieht ja auch noch schön aus", betont der OB. Damit auch die Bürger sich intensiver mit dem Problem des Insektensterbens beschäftigen können, sollen Schilder mit spannenden Informationen an den Wiesen angebracht werden.

"Es wäre schön, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt, die Insekten zu schützen", sagt Albert Schmidt vom Tiefbauamt der Stadt. Ein Vortrag über das Insektensterben inspirierte ihn so, dass er vor Ort Impulse geben wollte. Dieses Vorhaben wurde nun durch die Blumenwiesen an speziell ausgewählten Plätzen in der Stadt in die Tat umgesetzt. "Die Leute freuen sich auch sehr über die bunte Pracht", ist Schmidt zufrieden.

"Für eine schöne Blumenwiese braucht es Zeit", sagt Peter Keller, Naturschutz- und Gartenbauberater beim Landratsamt. Er betont: "Das Terrain sieht zwar nicht immer so schön aus, wie aktuell, wenn alles blüht, aber für die Insekten ist das Aussehen egal. Für sie ist ein guter Lebensraum wichtig". Zwar könne die Stadt die Blumenwiesen nur auf ihren eigenen Grünflächen zur Geltung bringen, doch sie könne die Bürger dazu anregen, eine ausgewachsene Blumenwiese im eigenen Garten entstehen zu lassen. "Wenn viele mitziehen, könnte eine Art grünes Netz die Stadt durchziehen", meint Oberbürgermeister Ralf Broß.

Wie eine richtig schöne Blumenwiese angelegt wird, können die Bürger bald unter kompetenter Anleitung erfahren: Die Rottweiler Arbeitsgruppe Umwelt will zusammen mit der Volkshochschule Kurse anbieten, in denen insbesondere gezeigt wird, wie man das Insektenleben im heimischem Garten munterer machen kann. Der Fokus der im Herbst beginnenden Kurse soll vor allem darauf liegen, mit möglichst einfachen Mitteln und ohne großen Maschineneinsatz zu arbeiten.

"Es wäre schön, wenn sich möglichst viele als Blumenwiesenfans in Szene setzen würden", sagt der Oberbürgermeister. Da lässt doch auch schon die Landesgartenschau 2028 ein wenig grüßen.

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