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Rottweil Mit den Temperaturen steigt die Gewaltbereitschaft

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Alkoholkonsum wirkt laut Polizeisprecher Michael Aschenbrenner als regelrechter Katalysator für Gewalt (Symbolbild). Foto: dpa

Rottweil - Sonne, Vogelgezwitscher und eine Messerattacke – die frühlingshaften Temperaturen rufen nicht nur Grillfreunde auf den Plan, sondern auch gewaltbereite Störenfriede. So lautet zumindest die Vermutung von Michael Aschenbrenner vom Polizeipräsidium Tuttlingen dazu, warum sich am Wochenende gleich zwei gewalttätige Angriffe in der Rottweiler Innenstadt ereignet haben.

Angreifer lässt Messer blitzen

Als Brennpunkte kristallieren sich dabei immer mehr der Friedrichsplatz und der Bockshof heraus. Beide haben sich zu beliebten nächtlichen Treffpunkten entwickelt und waren auch am Wochenende Ort des Geschehens. So wurden bereits in den frühen Abendstunden des Freitags drei Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren von einer 15-Mann-starken Gruppe angegriffen. Nach Tritten und Schlägen habe einer aus der Gruppe ein Messer gezückt. Zu einem Angriff damit kam es jedoch nicht, da die Jugendlichen fliehen konnten. Bei der Angreifer-Gruppe handelte es sich mutmaßlich um junge Menschen, gab Aschenbrenner an. Ersten Erkenntnissen zufolge hätten sich Angreifer und Opfer nicht gekannt.

Die nächste Gewalttat ließ nicht lange auf sich warten, ereignete sich bereits einige Stunden später. Gegen 3 Uhr wurde ein 28-Jähriger von mehreren Männern zusammengeschlagen. Nach der Fahndung nahm die Polizei einen jungen Mann fest. Dieser fiel besonders durch sein aggressives Verhalten auf.

"Dabei handelte es sich wohl um Ausfallerscheinungen aufgrund massiven Alkoholkonsums", erklärt Aschenbrenner. Der 25-Jährige sei völlig "außer Rand und Band" gewesen, auf den Polizeihund losgegangen und habe die Beamten beleidigt, verletzte sogar einen am Kopf. Ob er am Angriff des 28-Jährigen beteiligt war, konnte bislang nicht ermittelt werden.

Nach jetzigen Erkenntnissen ausschließen könne man wohl einen Zusammenhang der Fälle am Bockshof und am Fried­richsplatz. Der 25-Jährige sei vor einigen Jahren schon einmal aufgrund seines aggressiven Verhaltens aufgefallen.

Alkohol wirkt als Katalysator für Gewalt

Dass die Körperverletzungen zum Frühlingsanfang zunehmen, überrascht den Polizeisprecher kaum. "Da spielen zwei Faktoren rein: Wetter und Alkohol." Bei höheren Temperaturen seien die Menschen vermehrt draußen unterwegs. Zudem werde viel Alkohol konsumiert. "Damit fühlen sich viele stark. Wenn man dann noch aggressiv veranlagt ist, dann fehlt nicht mehr viel", weiß Aschenbrenner. Alkohol sei oft einer der zentralen Faktoren bei Straftaten. "Das gilt zum Beispiel auch für häusliche Gewalt", sagt er.

Dass sich zwei derartige Fälle in einer Nacht ereignet haben, kannte man aus Rottweil bislang nicht, doch Aschenbrenner gibt auch Entwarnung: "Rottweil ist immer noch eines der Gebiete mit der geringsten Kriminalitätsbeteiligung." Dennoch gibt es auch dort Eskalationen, wenn Pegel und Laune nicht mehr im verträglichen Bereich liegen, hat die Nacht auf Samstag gezeigt.

 
 
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