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Rottweil Meisterwerke der Ulmer Schule

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Niklaus Weckmann: Anna Selbdritt sitzend mit Maria und Jesuskind auf dem Schoß, um 1500, aus dem Kloster Obermachtal. Foto: Museum Foto: Schwarzwälder-Bote

Rottweil. Das Dominikanermuseum Rottweil bietet am Sonntag, 17. August, eine Führung durch die Abteilung "Sakrale Kunst des Mittelalters – Sammlung Dursch" zum Thema "Ulmer Werkstätten – Ulmer Schule" an. Die Führung mit Doris Wilbs startet um 15 Uhr.

Die Holzschnitzkunst galt zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert als führende Kunstgattung und erreichte ihre Blüte vor allem in Süddeutschland. Mit der Bezeichnung "Ulmer Schule" werden einige Künstler zusammengefasst, die in der Spätgotik in Ulm Werkstätten unterhielten oder dort wirkten.

Im Mittelalter gab es nämlich den Begriff des Künstlers nicht. Selbst Maler und Bildhauer von hohem Rang, deren Namen und Werke in den Museen erhalten sind, galten als Handwerker. Dem Zunftzwang unterlegen, durften sie ohne Zugehörigkeit zu einer Innung weder private noch öffentliche Aufträge ausführen.

Die Lehrzeit in diesen "Handwerksberufen" dauerte zwischen zwei und sechs Jahren und es war anschließend schwer, sich als Meister in einer Stadt niederzulassen. Dazu benötigte man das jeweilige Bürgerrecht, musste verheiratet sein und die unterschiedlich hohe Zulassungsgebühr bezahlen.

Ein Altarwerk wurde gewöhnlich beim Maler bestellt. Er war es dann, der die Schnitzer, Schreiner und Vergolder beauftragte und die jeweiligen Arbeiten an andere Werkstätten weiterleitete. Die Abteilung "Sakrale Kunst des Mittelalters – Sammlung Dursch" beherbergt neben älteren Skulpturen Werke, die großen Meistern des 15. und 16. Jahrhunderts wie Michel Erhart, Daniel Mauch, Hans Multscher und Nikolaus Weckmann zugeschrieben werden.

Hans Multscher war Wegbereiter des Rationalismus, der den weichen Stil seiner Zeitgenossen ablöste. Von 1430 bis 1440 leitete Multscher die bedeutendste Bildhauer- und Malerwerkstatt Schwabens.

Nikolaus Weckmann war von 1481 bis 1526 Bürger der Stadt Ulm und Hauptmeister. Er unterhielt eine große Werkstätte mit vielen Meistern und Gesellen. Ihm können bis zu 600 erhaltene Bildwerke zugewiesen werden.

Weitere Informationen: Treffpunkt für die Führung mit Doris Wilbs ist um 15 Uhr im Foyer des Dominikanermuseums. Die Führung kostet zwei Euro zuzüglich Eintritt. Weitere Informationen unter Telefon 0741/76 62 oder www.dominikanermuseum.de.

 
 

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Armin Schulz

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