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Rottweil Mafia-Fall: Prozess gegen Gastronom beginnt

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Placido A. (links) in seiner Gaststätte in Rottweil. Foto: Archiv

Rottweil - Der ehemalige Wirt der Rottweiler Stadiongaststätte steht ab 21. September vor Gericht

Dem mutmaßlichen Mafioso Placido A., der bis zu seiner Verhaftung im Juni 2017 in Rottweil die Stadiongaststätte betrieben hat, wird gemeinsam mit acht weiteren Angeklagten ab 21. September der Prozess gemacht. Die Hauptverhandlung beginnt im Landgericht Karlsruhe und wird nach zwei Prozesstagen im ehemaligen Siemens-Areal in Konstanz fortgesetzt. Bis Juni 2019 sind insgesamt 67 Prozesstage anberaumt - das zeigt, wie Komplex die Vorwürfe sind. Die Staatsanwaltschaft geht von Mafia-Strukturen aus, Placido A. soll einer der Strippenzieher bei Waffen- und Drogengeschäften zwischen Italien und Deutschland gewesen sein.

Angeklagt sind laut Pressemitteilung des Landgerichts Konstanz neun Männer im Alter von 26, 30, 34, 42, 49, 50, 51, 52 und 57 Jahren – überwiegend italienische Staatsangehörige, im Übrigen italienischstämmig – mit letzten Wohnsitzen hauptsächlich im Schwarzwald-Baar-Kreis, aber auch in Stuttgart und einer in Italien. Sie sollen laut Anklage ab Oktober 2013 im großen Stil mit Drogen gehandelt haben, einige von ihnen ab spätestens November 2016 bis zu ihren Festnahmen im Juni 2017 als organisierte Bande, und dabei vorwiegend Marihuana im Kilogrammbereich im Schwarzwald-Baar-Kreis an verschiedene Abnehmer gewinnbringend verkauft haben. Dabei soll es um Einzelmengen zwischen 500 Gramm und mehreren Kilogramm gegangen sein, insgesamt um eine Größenordnung von rund 270 Kilogramm Marihuana, 20 Kilogramm Haschisch sowie rund 2,5 Kilogramm Kokain. Die Drogen sollen dabei auch aus Italien nach Deutschland eingeführt worden sein.

Daneben geht es auch um den Schmuggel und Besitz von scharfen Schusswaffen sowie um einen im Mai 2017 in Hüfingen/Schwarzwald-Baar-Kreis versuchten Mord durch Abgabe mehrerer Schüsse aus einem Revolver aus einem Pkw heraus durch ein beleuchtetes Fenster einer Gaststätte, in der sich zu dieser Zeit zwei Personen aufgehalten haben sollen, wobei es sich um eine Abstrafung wegen Unstimmigkeiten aus Drogengeschäften gehandelt haben soll. Schließlich sind noch Körperverletzungs-, Brandstiftungs- und Raubdelikte Gegenstand der Anklage. Von den neun Angeklagten befinden sich sieben seit Juni 2016 in Untersuchungshaft. Die Anklage betraf ursprünglich elf Angeklagte, von denen die Kammer zwei in Haft befindliche Angeklagte abgetrennt hat und in separaten Verfahren verhandeln wird.

Nach der Festnahme im Sommer 2017 hatten Kripo und Staatsanwaltschaft zu einer Pressekonferenz eingeladen gehabt:

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