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Rottweil Live-Messe ist nicht zu ersetzen

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Die Jugendlichen informieren sich am PC-Schirm über die Ausbildungsangebote. Foto: Schwarzwälder Bote

Großer Andrang herrscht üblicherweise am ersten Tag der "starter"-Ausbildungsmesse in der Stadthalle. Doch dieses Jahr ist alles anders: Die Messe wird digital angeboten, die Resonanz ist ganz unterschiedlich.

Rottweil. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Online-Messe kann die Live-Messe nicht ersetzen. Da sind sich alle Interviewpartner einig. Zufrieden sind die Aussteller dennoch, zeigt sich bei einer ersten Umfrage. Virtuelle Messestände, Filme, Live-Schaltungen, Interviews – die "online-starter", die am Donnerstag ihre digitalen Tore öffnete, hatte so manches zu bieten und wurde von den Schulen rege genutzt. Übrigens auch von Schulen, die ansonsten nicht unbedingt im Klassenverband zur Messe gehen. Ein Erfolg also, was die Reichweite anbelangt.

Schüler interessiert

Silke Pach hat die Messe mit den Zehntklässlern des Leibniz-Gymnasiums "besucht". "Die Messe ist ein tolles Angebot, um zu sehen, was es alles für Ausbildungsberufe gibt, und was die Region zu bieten hat. Aber eine Live-Messe kann sie nicht ersetzen", so ihr erstes Fazit. Und dennoch: Den Schülern gefällt es, sich durch die Angebote zu klicken und in Kleingruppen Interviews für den nächsten Tag zu vereinbaren. "Ich habe aber den Eindruck, dass die Hemmschwelle höher ist als vor Ort. Das hätte ich nicht gedacht", berichtet die Lehrerin. Für die Auseinandersetzung mit der beruflichen Zukunft sei das Angebot aber super, sagt sie.

Lobende Worte hat auch Kern-Liebers-Ausbildungsleiter Andreas Bitzer parat: "Die Resonanz war sehr gut. Wir hatten bereits im Vorfeld Kontakt zu vielen Schulen, die das Angebot dann auch rege genutzt haben." Auch für seine Auszubildenden sei die Messe eine gute Erfahrung und habe sie im digitalen Bereich ein großes Stück weitergebracht. "Wir haben viele Filme für die Messe selbst gedreht, zudem haben wir Live-Schaltungen in unsere Lehrwerkstatt, wo die Azubis den Schülern direkt ihre Ausbildungsberufe erklären", berichtet Bitzer. Doch auch für ihn ist klar: Die Online-Messe ersetzt die Live-Messe nicht. "Präsenz und persönliches Kennenlernen sind ganz wichtig", betont er, könnte sich aber künftig eine Hybrid-Veranstaltung vorstellen.

Hoffnung auf Samstag

Etwas gedämpft ist die Aussage von Evelyn Eichinger von der Firma ddm hopt+schuler: "Ich denke nicht, dass eine digitale Messe eine Live-Messe ersetzen kann, da der direkte Kontakt und das direkte Ansprechen der Messebesucher fehlt. Aber als Ergänzung ist es eine wichtige und gute Möglichkeit. Mahle-Ausbildungsleiter Tobias Bayer indes ist hocherfreut. "Den Online-Messeauftritt halte ich für sehr gelungen. Die Auswahlmöglichkeiten für Interessierte sind toll. Für mich als "Aussteller" war es im Vorfeld schwer einzuschätzen, welche und wie viele Infos in den "Messestand" gepackt werden sollen", berichtet er. Leider sei die Resonanz am ersten Tag "mehr als ernüchternd" gewesen, "keine einzige Anfrage kam herein", bedauert Bayer und vermutet, dass dafür der fehlende "persönliche Kontakt" der Grund sei. "Ich verspreche mir vom Samstag mehr. Wie sonst auch, wenn am Samstag die Eltern mit den Kindern durch die Gänge gehen und den Anstoß zum Gespräch geben", hofft Bayer.

Auch Torolf Zahn von Junghans-Defence spricht von "schleppender Resonanz", hofft aber ebenfalls auf den heutigen Samstag.

"Die Resonanz ist im Moment noch etwas verhalten", berichtet Rainer Pfautsch vom Vinzenz-von-Paul-Hospital nach dem ersten Messetag. Positive Resonanz habe es von einer Schule und dem Leiter der Krankenpflegeschule nach einem Webmeeting gegeben. "Webmeetings in dieser Form würden wir uns auch noch für den Samstag ab 10 Uhr oder nach Vereinbarung per Mail wünschen", so Pfautsch.

14 000 Klicks

Begeistert vom Messeauftakt zeigen sich Messegestalter Frank Hugger von der gleichnamigen Agentur und Bettina Weigl von der Städtischen Wirtschaftsförderung. "Es war ein wirklich erfreulicher Messeauftakt", so Hugger. 1200 Besucher hätten die virtuelle Messe am ersten Tag besucht. "Damit wurden unsere Erwartungen weit übertroffen". Rund 14 000 Klicks wurden auf der Website ermittelt. "Womit auf jeden Besucher umgerechnet etwa zwölf Klicks pro Besuch entfallen", erklärt Hugger.

Die Veranstalter hoffen auf einen regen Messesamstag, an dem auch der Elternworkshop der Agentur für Arbeit auf dem Programm steht.

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