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Rottweil Langeweile hat im Saal keinen Platz

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Beim Jahreskonzert der Stadtkapelle Rottweil steht erstmals der neue Dirigent Johannes Nikol am Pult. Fotos: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadtkapelle Rottweil und Dirigent Johannes Nikol: Diese Beziehung könnte längerfristig passen und sich zu einer echten Liaison entwickeln. Diesen Eindruck hatten die Besucher beim beeindrucken Jahreskonzert im proppenvollen Sonnensaal des Kapuziners.

Rottweil (kw). Es waren gleich zwei Anlässe, die es für die Stadtkapelle Rottweil beim Jahreskonzert zu feiern galt: Zusammen mit den Schweizer Musikfreunden aus Brugg gedachte man einmal des 500-jährigen Bestehens des Ewigen Bundes. Zum anderen stand Johannes Nikol erstmals beim musikalischen Höhepunkt des Jahres am Dirigentenpult. Erst zum 1. September hat der gebürtige Deilinger das Rottweiler Ensemble übernommen und den Interimsdirigenten Julian König aus den eigenen Reihen abgelöst.

Die Stadtkapelle lud anlässlich dieser besonderen Konstellation deshalb auch in den Sonnensaal mit seinem außergewöhnlichen Ambiente ein. Das Konzert dauerte diesmal, entgegen den Gepflogenheiten bei den städtischen Musikern, auch wesentlich länger – ohne dass die Besucher aber auch nur einen Moment in Langweile verfallen wären. Ein ausgewogener, abwechslungsreicher und gut interpretierter Querschnitt aus der vielseitigen, konzertanten Blasmusikliteratur ließ begeisterte Zuhörer zurück. Kräftiger Beifall hallte immer wieder durch das altehrwürdige Gemäuer des Kapuziners – und zwar bei allen Auftritten.

Den ansprechenden Konzertabend eröffnete die Rottweiler Jugendkapelle unter Leitung von Johannes Nikol. Bei den Auszügen aus dem interaktiven Musikstück "Kinderkonzert für Blasorchester und Detektiv", das in der Woche zuvor in der Stadthalle in voller Länge aufgeführt worden war, durften sich die erratenen Register als Solisten präsentieren.

Danach überbrachten die Schweizer Gäste aus Brugg – sie sind derzeit auf der Suche nach einem musikalischen Leiter und wurden an diesem Abend von Aktiven der Musikgesellschaft Riniken unterstützt – musikalische Grüße aus der Partnerstadt. Mit viel Temperament, reichlicher Gestik und passender Mimik – immer ohne Dirigentenstab – führte Ersatzdirigent Peter Danzeisen die Brugger Musiker souverän durch das Programm mit Werken wie "Aroldo" von Guiseppe Verdi oder "Jazz Suite No. 2" von Dimitri Shostakovich.

Jürgen Glück – er führte bei den Gastgebern durch das Programm – verteilte bereits vor dem ersten Programmstück großes Lob an den neuen musikalischen Leiter Johannes Nikol. "Seit dem 1. September in Amt und Würden und dann in zwei Monaten von 0 auf 100, nach zwei Proben den ersten Auftritt, danach ein Kinderkonzert und jetzt das Jahreskonzert", schwärmte der Saxofonist über das in kürzester Zeit absolvierte Arbeitspensum des neuen musikalischen Leiters.

Trotz knapper Zeit hatte Nikol mit den 60 Musikern ein ansprechendes Programm mit Stücken fast ausschließlich Schweizer Komponisten erarbeitet. Und die Vorschusslorbeeren waren berechtigt.

Dass der Auftritt so erfolgreich gelang, war natürlich auch der Qualität der Rottweiler Musiker sowie der ausgezeichneten Arbeit der Vorgänger des neuen Dirigenten geschuldet. Mit dem Werk "Schweizer Mosaik" des renommierten Komponisten Markus Götz starteten die Gastgeber auf ihre Reise durch das Nachbarland. Herauszuhören waren Fragmente von drei schweizerischen Volksliedern.

Höhepunkt des Auftritts der Stadtkapelle war die Tonschöpfung "Sacri Monti" von Mario Bürki. Mit Ruhe, bemerkenswerter Umsicht und positiver Ausstrahlung spornte der musikalische Leiter seine Musiker zur Höchstleistung an. Selbst dem Gesang verwehrten sich die Musiker in diesem interessanten und imposanten Tongemälde, das eine besinnliche Wanderung durch das Wallis beschreibt, nicht. Flügelhornist Timo Wäschle stand beim ursprünglichen Jodellied "Chum übers Mätteli" im Mittelpunkt. Marschmelodien rundeten mit dem "Aargauer Feuerwehrmarsch" von Stephan Jaeggi das Programm ab. 120 Musiker aus beiden Kapellen standen beim gemeinsamen Finale, der Hymne "Celtic Crest", auf der Bühne.

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