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Rottweil Lärmdisplay misst Lautstärke der Fahrzeuge

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Bürgermeister Christian Ruf (links) und Fachbereichsleiter Bernd Pfaff mit dem neuen Lärmdisplay. Foto: Stadt Rottweil

Rottweil - Es gibt künftig Lob und Tadel in der Hochbrücktorstraße: Rechtzeitig zum Start in die "Poser"-Saison hat die Stadtverwaltung ein sogenanntes Lärmdisplay installiert. Es soll helfen, den Straßenlärm einzudämmen, und misst sowohl Lautstärke als auch Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge.

Dass Auto- und Motorradfahrer von der Hochbrücke bis zur Predigerkirche gerne zeigen, wie laut und schnell sie sein können, ist hinlänglich bekannt. Im September hatte der Bauausschuss dann der Anschaffung eines Lärmdisplays zugestimmt – auch wenn teilweise Zweifel an der Wirksamkeit laut wurden. Die damals von Stadtrat Michael Gerlich (FDP) geäußerte Befürchtung, dass mancher Fahrer versuchen wird, auf der Anzeigetafel "möglichst hoch zu kommen", bewahrheitet sich allerdings nicht. Zahlen gibt es nämlich keine.

Gerät erfasst anonymisierte Verkehrsdaten

Das Gerät erfasst laut Mitteilung der Stadt von jedem vorbeifahrenden Fahrzeug anonymisierte Verkehrsdaten und gibt dem Fahrer über an der Anzeigentafel eine Rückmeldung wie "Leiser!", "Langsamer!" oder "Danke!" bei korrekter Fahrweise.

"Mit diesem Anzeigegerät soll für eine rücksichtsvolle Fahrweise geworben werden und damit zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner und Passanten beigetragen werden", sagt Bürgermeister Christian Ruf. Das Gerät wurde mit Unterstützung des Ministeriums für Verkehr in Baden-Württemberg angeschafft, das ein Förderprogramm "Lärmdisplay" ins Leben gerufen hat. "Modellversuche des Landes haben gezeigt, dass diese Maßnahmen durchaus Wirkung zeigen. Mit der Teilnahme an diesem Projekt möchte die Stadtverwaltung einen Beitrag zur Verminderung der Lärmbelästigung in Rottweil leisten", so Fachbereichsleiter Bernd Pfaff.

Der Kauf des Gerätes geht auf einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat zurück. Rottweil ist eine der landesweit ersten Modellstädte, die das Gerät einsetzen. Die Kosten wurden von der Landesregierung mit rund 4000 Euro gefördert, die damit mehr als ein Drittel des Kaufpreises bezuschusst. In den nächsten Monaten möchte das Ordnungsamt nun Erfahrungen mit dem Gerät sammeln, das zunächst in der Innenstadt eingesetzt wird.

Auch die Polizei habe die Tuning- und Poserszene" im Blick und werde zunächst einzelne abgestimmte Schwerpunktaktionen durchführen. Verstöße werden dabei laut Ankündigung der Polizei "niederschwellig und konsequent zur Anzeige gebracht".

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