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Rottweil Kreissparkasse feiert neues Herzstück

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Dreh- und Angelpunkt der neuen Sparkasse: die Kundenhalle. Vorstandsmitglied Roland Eckhardt (links) erläutert den Bauverlauf. Fotos: Ralf Graner Photodesign Foto: Schwarzwälder Bote

In Zeiten, in denen es Banken schwer haben, überhaupt noch Geld zu verdienen, ist es ein starkes Zeichen. Eines, das die Verbundenheit der Kreissparkasse Rottweil zum Standort zum Ausdruck bringt. Am Freitag ist der neue Hauptsitz der KSK feierlich eröffnet worden.

Rottweil. Der Bankensektor ist seit mehr als einem Jahrzehnt von intensiven Entwicklungen geprägt. Die andauernde Niedrigzinsphase ist und bleibt eine enorme Herausforderung. Die Kreissparkasse in Rottweil hat hier in den vergangenen Jahren einen draufgesetzt. 2016 hat der Vorstand Pläne, die über die Jahre gereift sind, umgesetzt und Sanierung und Umbau der Hauptstelle in Rottweil angepackt.

Am Freitag, nach drei Jahren Bauzeit, wurde die neue Zentralstelle der Sparkasse in einem Festakt offiziell eingeweiht. Schon seit 11. November, und damit um Tage früher als der Zeitplan es vorsah, wie Vorstandsmitglied Roland Eckhardt aufzeigte, wurde die Hauptstelle für den Kundenverkehr freigegeben. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Matthäus Reiser das neue Schmuckstück der Bank.

Sanierungen und Umbau seien Ausfluss einer klaren Strategie und eines langfristigen Investitionsprogramms in das Geschäftsstellennetz der Bank, betonte Reiser. Ein Geschäftsstellennetz, modern und auf den Kunden zugeschnitten, auf das man stolz sein könne.

Reiser erinnerte an die Vorgeschichte. Erste Planungen reichten in das Jahr 2010 zurück. Dass etwas getan werden müsse, war bereits damals ersichtlich. Die Isolierung der Außenwände war über die Jahre abhanden gekommen, es gab Wassereintritte und der Brandschutz ließ sehr zu wünschen übrig.

Nach dem einstimmigen Votum des Verwaltungsrats wurden die Pläne zur Umsetzungsreife gebracht und in die Tat umgesetzt. Nach einer Mehrfachbeauftragung unter fünf Architektenbüros erhielt das Büro Broghammer, Jana und Wohlleber aus Zimmern ob Rottweil den Auftrag.

Reiser dankte dem Büro für dessen großes Engagement und Kreativität. Für die Inneneinrichtung zeichnete die Firma Vitra aus Weil am Rhein verantwortlich. Die Mitarbeiter seien von Anfang an in die Planung eingebunden gewesen. Das Raumkonzept habe mit einer klassischen Bürolandschaft nichts mehr zu tun, so Reiser. Die zahlreichen Festgäste konnten sich im Anschluss bei einem Rundgang durch die neue Hauptstelle davon überzeugen.

Architekt Dieter Broghammer sprach von nervenaufreibenden letzten Wochen bis zur Eröffnung und gab Einblicke in die Anfänge der Planung. Dass in der Ausschreibung vorgeschrieben gewesen sei, das Tragwerk zu erhalten, habe die Planer vor Herausforderungen gestellt. Die Lösung lag in einem Kompromiss. Ziel war es, das bestehende Gebäude mit dem Altbestand zu verbinden, so dass eine Einheit entstand.

Leitidee: Das Äußere folgt dem Inneren

Anstelle eines Geschenkes an den Bauherrn spendete das Architekturbüro je 5000 Euro an das Vinzenz-von-Paul-Hospital und die Stiftung Lebenshilfe im Kreis Rottweil.

Roland Eckhardt erläuterte in der Kundenhalle, "dem Herz und Kernstück der neuen Hauptstelle", die Bauphasen und die Grundidee. Eine Leitfrage sei gewesen: Was müsse die Umgebung bieten, um die Prozesse der Bank bestmöglich zu unterstützen? So habe sich das Gebäude von innen nach außen entwickelt.

Dass die Hauptstelle aus den 70er-Jahren sanierungsbedürftig war, verdeutlicht eine Kennzahl. Das Gebäude in Rottweil hat allein 63 Prozent des Energiebedarfs der vier Standorte Rottweil, Schramberg, Oberndorf und Sulz verschlungen. Jetzt sorgt ein ausgetüfteltes System mit einem 500 Tonnen schweren Eisspeicher für ein ausgeglichenes Klima – sommers wie winters. Um die Verbundenheit mit Stadt und Region zu unterstreichen, wurde auf entsprechende Farben und Materialien zurückgegriffen.

Die Feierstunde wurde unter anderem musikalisch umrahmt vom Rottweiler Saxofonquartett der Musikschule Rottweil. Ein Tag der offenen Tür findet am Sonntag, 24. November, von 13 bis 17 Uhr statt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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