Gesellschaft: Neues Viererteam gefunden / Hauptamtliche Unterstützung wünschenswert

Kreis Rottweil. Nachdem sich der Kreisjugendring im März, noch vor der Coronazeit, zu einer entscheidenden Sitzung treffen konnte, will das neue Führungsteam um Fidelis Stehle das eine oder andere anpacken, so dass das Gremium wieder mit mehr Leben gefüllt wird. Dass dies nicht einfach sein wird, sind sich alle bewusst, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.

Es hätte bereits Pläne gegeben, die sich mit der Auflösung des Kreisjugendrings befasst hätten.

Lange Zeit sei nach Nachfolgern gesucht worden, die nun in Fidelis Stehle (Vorsitzender), Felix Lehmann (Stellvertreter), Benedict Braun (Kassierer) und Frederik Seeger (Schriftführer) gefunden worden seien. Alle seien mit großer Mehrheit gewählt.

Das neue Team, das aus Vertretern vom Bund der deutschen katholischen Jugend und des evangelischen Jugendwerkes bestehe, möchte, so Seeger der Mitteilung zufolge, vor allem Ansprechpartner für die Mitgliedsverbände sein. Gleichzeitig erfreue es ihn, dass nun in direkter Weise Ökumene praktiziert werde, wovon sicherlich auch die kirchliche Jugendarbeit profitierte.

Kreisjugendring solle eine Bereicherung sein

Da der Kreisjugendring aus vielen weiteren Verbänden bestehe, sehe das neue Team die Herausforderung darin, sich einen Überblick über die Arbeitsweisen und Strukturen zu verschaffen. "Denn nur, wenn alle mit an einem Strang ziehen, kann der Kreisjugendring wieder mit Leben gefüllt und dadurch eine Bereicherung für alle Jugendlichen sein", wird betont.

Braun meint weiter, dass Jugendliche viel zu sagen hätten und nur durch gute kooperative Strukturen der Kreisjugendring ein Sprachrohr für die vielen, teils ehrenamtlich engagierten Kinder und Jugendlichen sein könne. Das neue Team wolle daher die Wertschätzung und den Dank an die Kinder und Jugendlichen durch eine Aufwertung der Jugendleitercarte (Juleica) zum Ausdruck bringen.

In vielen Kreisen bekämen die Inhaber dieser Karte bei sehr vielen Institutionen Vergünstigungen und vieles mehr. In Rottweil, so Stehle, sei dies nicht der Fall, weshalb viele Jugendliche diese Karte erst gar nicht beantragen würden.

Das Team wolle daher auf viele Firmen und Institutionen zugehen und diese vom Konzept der Juleica überzeugen, so dass die Inhaber der Jugendleitercard bald auch in Rottweil und Umgebung davon profitieren könnten.

Als weiteres großes Ziel nehmen die vier das Wahljahr 2021 ins Visier. Bei dem anstehenden Land- und Bundestagswahl solle ein Event mit Abgeordneten organisiert werden, bei dem sich die Jugendlichen und Politiker austauschen könnten.

Meinung der Kinder mehr Gehör verschaffen

Oftmals werde die Meinung der Kinder und Jugendlichen von den Politikern nicht wirklich ernst genommen, so Lehmann. Er sagt, er finde, dass auch die jüngsten in der Gesellschaft in vielen Bereichen schon sehr kompetent seien und sich eigenständig eine Meinung bilden und dadurch positionieren könnten.

Da die Ideen sehr viel Zeit beanspruchten, werde nach einer hauptamtlichen Unterstützung gesucht. In anderen Kreisjugendringen sei dies bereits oft gang und gäbe, so Stehle, und es habe sich gezeigt, dass der Schritt mit einer hauptamtlichen Person allen Verbänden im Kreis zu gute komme.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: