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Rottweil Kreis taugt für ein Atommülllager

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Rottweil liegt am Rande eines Gebiets, das für ein Atommülllager in Betracht kommt. Foto: Bundesgesellschaft für Endlagerung

Kreis Rottweil - Es soll der erste Meilenstein auf dem Weg zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland sein: der Zwischenbericht Teilgebiete. Große Teile des Kreises Rottweil bieten demnach die Voraussetzungen für ein solches Endlager.

Auf der interaktiven Karte der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ist der Bereich orange markiert: Die Farbe signalisiert, dass hier kristallines Wirtsgestein vorhanden und das Gebiet damit grundsätzlich für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle geeignet sei.

Radioaktive Müll strahlt noch Millionen von Jahren vor sich her

Endlagerung ist wörtlich zu nehmen. Der radioaktive Müll strahlt noch Millionen von Jahren vor sich her. In dieser orange markierten Zone befinden sich weite Teile des ­Kreises und der Region, darunter die Städte Rottweil und Schramberg, Villingen-Schwenningen, Baiersbronn oder auch Freudenstadt.

Die BGE betont, der Zwischenbericht Teilgebiete sei kein abschließendes Ergebnis, sondern ein erster Zwischenstand. Die Bürger sollen schon einen umfangreichen Einblick in die Arbeit der Gesellschaft erhalten, bevor Fakten geschaffen würden. Die Veröffentlichung des Zwischenberichts sei auch der Startschuss für das erste gesetzlich vorgeschriebene Beteiligungsformat, die Fachkonferenz Teilgebiete, und eröffne weitere Möglichkeiten der Einflussnahme.

Gestartet mit der Suche nach einem geeigneten Untergrund wurde vor drei Jahren. Die Basis bilden Daten über den tiefen geologischen Untergrund. Mehr als eine Million Dateien hat die BGE bis zum Datenstichtag 1. Juni 2020 aus Bundes- und Landesbehörden erhalten. Diese Daten stammen aus dem Bereich des Bergbaus, der Erdöl- oder Erdgasförderung oder aus Geothermiebohrungen.

Über einen Standort soll frühestens in elf Jahren entschieden werden

Sie wurden im Zwischenbericht Teilgebiete verarbeitet. Nun wurden insgesamt 90 Teilgebiete mit einer Fläche von 241.000 Quadatkilometern nach wissenschaftlichen Kriterien ermittelt.

Da sich diese Teilgebiete in erdgeschichtlich unterschiedlichen Einheiten befinden, überlagerten sie sich teilweise. Berücksichtige man die Überlagerung einiger Teilgebiete, sei in Deutschland eine Fläche von 194.157 Quadratkilometern, also ein Anteil von rund 54 Prozent der Landesfläche, als Teilgebiet ausgewiesen und bilde den Ausgangspunkt für die weiteren Arbeiten im Standortauswahlverfahren. Über einen Standort soll frühestens in elf Jahren entschieden werden.

 Elf Kriterien sind entscheidend für die Bestimmung zu einem Teilgebiet: Sie beziehen sich auf den Transport radioaktiver Stoffe durch Grundwasserbewegungen im einschlusswirksamen Gebirgsbereich, die Konfiguration der Gesteinskörper, die räumliche Charakterisierbarkeit, die langfristige Stabilität der günstigen Verhältnisse, die günstigen gebirgsmechanischen Eigenschaften, die Neigung zur Bildung von ­Fluidwegsamkeiten, die Gasbildung, die Temperaturverträglichkeit, das Rückhaltevermögen im einschlusswirksamen Gebirgsbereich und die hydrochemischen Verhältnisse und den Schutz des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs durch das Deckgebirge.

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