Impressionen dieser Winterwanderung: Am Horgener Wildgehege startet die Tour. Der Großteil der Runde führt durch den Wald. Am Wegesrand gibt es allerlei Fantasiewesen zu entdecken. Bei der Wassertretanlage lädt eine Lourdes-Madonna zu Gebet und Ruhe ein. Fotos: Siegmeier Foto: Schwarzwälder Bote

Serie: Wandern im Winter: Sechs Kilometer langer Rundweg im Eschachtal ideal für Ruhesuchende / Fantasiefiguren zu entdecken

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah – das wusste schon Johann Wolfgang von Goethe. Und er hatte recht: Wander- und Spazierwege gibt es in der Region nach jedermanns Geschmack – auch bei Schnee und Eis. In einer Serie stellen wir einige Touren vor.

Rottweil/Zimmern-Horgen. Was gibt es schöneres als knirschenden Schnee unter den Sohlen und winterlichen Wald?! Bei unserer gut sechs Kilometer langen Rundtour im Eschachtal gibt’s davon, zumindest bei der derzeitigen Schneelage, ausreichend.

Wir starten am Parkplatz des Horgener Wildgeheges und folgen der Straße gut 300 Meter geradeaus. An der Gabelung folgen wir dem Waldweg geradeaus, dem wir leicht bergan gut einen Kilometer lang folgen. Der Weg bietet vor allem bei Sonnenschein herrliches Winterwunderland und absolute Ruhe.

Hier und da zwitschern ein paar Vögel. Im Schnee sind die Spuren der Waldtiere zu erkennen. So bietet die Strecke auch für Kinder eine spannende Entdeckungstour. Für Kinderwagen ist der Weg bei Schnee allerdings nicht geeignet, für Schlitten aber durchaus.

Nach gut einem Kilometer gelangen wir auf eine Lichtung, rechter Hand steht ein Schuppen. Die Lichtung bietet sich für eine erste kurze Rast an. Mit warmem Tee aus der Thermosflasche und allerlei Wanderproviant lässt sich hier gut verweilen. Nach kurzer Rast folgen wir dem Weg rechts, der nach knapp 100 Metern links in den Wald abbiegt. Rodelfreunde geraten spätestens hier in Jubellaune, denn von nun an geht es auf gut schneebedecktem Waldweg bergab.

Rechts und links des Weges sind im Sturmholz so manche Fantasiefiguren zu erkennen, die dem Wald hier eine besondere Atmosphäre verleihen. Nach 600 Metern gabelt sich der Weg. Auch hier bietet sich mit einer Bank eine Verweilmöglichkeit an.

Wenn man dem Weg nun links folgt, erreicht man Horgen über den Forchenweg, der einem die Hälfte der Bergstrecke zum Wildgehege erspart, da man sich dann bereits auf halber Höhe befindet. Wir folgen dem Weg aber geradeaus weitere 400 Meter bergab, um das Schlittenvergnügen noch zu vollenden. Unten angekommen, ist linker Hand die Wassertretanlange, die winterbedingt außer Betrieb ist. Auch hier laden Bänke zur Rast ein. Über den Bänken thront eine Lourdes-Madonna.

Von hier aus folgen wir dem Weg links nach Horgen. Ab hier gehen wir allerdings auf Asphalt, Schnee gibt es lediglich neben dem Weg. Nach eineinhalb Kilometern erreichen wir Horgen und biegen am Minigolfplatz links steil bergan in die Fichtenstraße Richtung Wildgehege, unserem Ziel, ab, das wir dann nach weiteren 1100 Metern erreichen.

Wer die andere Wegvariante gewählt hat, geht durch den Forchenweg und gelangt ebenfalls auf die Fichtenstraße und biegt dort links Richtung Wildgehege ab. Für die gut sechs Kilometer lange Tour sollte man etwa eindreiviertel Stunden einplanen, festes Schuhwerk ist auch ohne Schnee empfehlenswert.

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