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Rottweil JVA: Jury sichtet Entwürfe für Gefängnis-Neubau

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Im Rottweiler Esch soll ein neues Großgefängnis entstehen. Foto: Nädele

Rottweil - Für den Gefängnisneubau im Esch stehen im Architekturwettbewerb kommende Woche erste Entscheidungen an. Es geht um die Vorauswahl von rund 20 Beiträgen für die zweite Phase.

Im Sommer war der Architekturwettbewerb ausgelobt worden. Bis Ende September konnten Büros ihre Entwürfe einreichen. Das Land macht derweil seine Hausaufgaben. Jeweils 1,5 Millionen Euro sind als Planungsraten im Entwurf des Haushalts für 2018 und 2019 eingestellt, wie Robin Schray, Pressesprecher von Justizminister Guido Wolf, auf Nachfrage bestätigen kann.

Für Mittwoch und Donnerstag, 13. und 14. Dezember, wird nun in der ersten Phase das Amt Vermögen und Bau die Mitglieder des Preisgerichts einladen. Mit dabei sein werden neun Teilnehmer aus Rottweil – darunter drei aus der Beteiligungsgruppe –, um die eingereichten Arbeiten in diesem zweiphasigen Verfahren zu bewerten.

Die Entscheidung soll dann am 12. Juni 2018 fallen. Im Anschluss, so ist angekündigt, werden die Entwürfe einige Tage in Rottweil ausgestellt werden.

Das Land hat in den Wettbewerbsunterlagen für den Neubau des Gefängnisses mit bis zu 500 Plätzen die Kostenobergrenze von 118 Millionen Euro gesetzt. 180 Plätze für Untersuchungshäftlinge, 215 Haftplätze im Regelvollzug sowie ein gesonderter, barrierefreier Bereich für 75 ältere Gefangene sind im Architekturwettbewerb vorgegeben. Hinzu kommt ein Freigängerheim mit 30 Plätzen – außerhalb der Anstaltsmauern, aber ebenfalls im Esch.

Ein Ziel des Wettbewerbs ist zudem, den Neubau möglichst gut in die Landschaft einzufügen. Die beteiligten Büros haben deshalb Landschaftsarchitekten in die Planung einzubinden.

Während der Bau des Gefängnisses in den Zuständigkeitsbereich des Finanzministeriums fällt, ist der spätere Betrieb Sache des Justizministeriums. Minister Wolf macht im Haushaltsentwurf 2018/19 weitere Schritte zur Verbesserung der Sicherheit aus. Er begrüßt die im Haushaltsentwurf enthaltenen Eckdaten zur Fortsetzung des Investitionsprogramms Justiz. Insgesamt seien 421 neu Stellen vorgesehen, 91 davon für Richter sowie für Staatsanwälte. Vor dem Hintergrund der zuletzt stark gestiegenen Gefangenenzahlen würden für den Justizvollzug insgesamt 151 Neustellen geschaffen. Hinzu kommen 64 Stellen für Justizwachtmeister zur Verbesserung der Sicherheit bei den Gerichten.

Nachdem in diesem Jahr in Rottweil am Landgericht und bei der Staatsanwaltschaft bereits jeweils eine zusätzliche Stelle geschaffen worden sei, soll es im kommenden Jahr eine weitere neue Stelle bei der Staatsanwaltschaft geben, wie Robin Schray erklärt.

"Wir betreiben kein Stellenmehrungsprogramm, nur weil es die gute konjunkturelle Lage derzeit zuließe. Stattdessen geht es in der baden-württembergischen Justiz zunächst darum, die Defizite aufzuholen, die hier über Jahre aufgelaufen sind", verweist Wolf überdies auf die erheblichen Mehrbelastungen für die Justiz im Land durch die Flüchtlingskrise.

Guido Wolf weiter: "Im Justizvollzug ist die Situation durch die seit Ende 2015 anhaltend hohe Belegung nach wie vor angespannt. Die nunmehr 218 zusätzlichen Kollegen leisten einen Beitrag, die Belegschaft, die seit Monaten unter hoher Belastung herausragende Arbeit leistet, zu entlasten."

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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