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Rottweil Hunde retten Abgeordneten aus Trümmerfeld

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Daniel Karrais (rechts) lässt sich von Hund Mina und Hundeführer Ulf Schmidt retten. Foto: Hundestaffel Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil. Einen besonderen Termin hatte der Rottweiler FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais jüngst bei der BRH Rettungshundestaffel Rottweil-Hegau auf ihrem Trümmergelände im Berner Feld. Empfangen wurde der Abgeordnete durch den Vorsitzenden der Staffel, Heiko Schütt, der erklärte, welche Aufgaben die Staffel übernimmt und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hat.

"Am 1. Juli 1986 wurde unsere Staffel als eine von fünf Staffeln in Baden-Württemberg in den zivilen Katastrophenschutz aufgenommen", erzählt Schütt stolz. 1988 bekam dann die Staffel von der Stadt Rottweil ein Grundstück im Berner Feld zur Verfügung gestellt. Dort konnte ein Trümmerübungsplatz errichtet werden.

"Unser Ziel ist die Ausbildung von Hunden zu Spezialisten, die die vorrangige Aufgabe im Einsatz haben, Menschenleben zu retten", so Heiko Schütt. Allerdings habe sich seit der Polizeireform einiges für den Verein geändert. "Von rund 20 Einsätzen pro Jahr fiel die Quote, seit der Einführung der Polizeihundestaffel Göppingen, auf fast null zurück", berichtet der Vorsitzende. Das bedeute nicht, dass es keine Anlässe für das Ausrücken der Staffel gegeben habe. Vielmehr setze die Polizei vermehrt auf ihre eigenen Hunde, die aber im Gegensatz zu den ehrenamtlichen Hundestaffeln nicht dezentral organisiert seien.

Wertvolle Zeit bei der Suche geht verloren

"Die Polizei lässt lieber ihre fünf Hunde aus Göppingen quer durchs Ländle fliegen, anstatt auf die Ressourcen vor Ort zurück zu greifen. Dadurch geht wertvolle Zeit bei der Suche verloren", so Schütt entrüstet. Dies sei wenig sinnvoll, da die Hunde ermüden. Ebenso habe man mit den ausgebildeten Flächensuchhunden viel weitgreifendere Möglichkeiten in der Suche.

Karrais, der als stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss häufig mit Polizeithemen in Kontakt ist, nahm die Informationen auf und versprach bei der Regierung nachzuhaken. "Die Rettung von Menschen muss im Vordergrund stehen, da ist es egal, ob die Hunde von der Polizei oder ehrenamtlich von den Besitzern ausgebildet und geführt werden", meinte er.

Danach durfte er beim Training der Staffel teilnehmen und sich retten lassen.

Ein wichtiger Aspekt für die aufwendigen Übungen und Trainingstage sind wechselnde Waldgebiete und Übungsszenarien für den Bereich der Trümmer- und Gebäudesuche, so Schütt. Hier sei man auf die Unterstützung durch die Bevölkerung angewiesen, um Tipps zu bekommen, wo es leer stehende Gebäude gebe. Interessenten können sich jederzeit an die Rettungshundestaffel wenden.

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