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Rottweil Hilfstelefon gegen Ängste

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Symbolfoto: © alex.pin – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Die zweite Corona-Welle rollt. Die Corona-Projektgruppe des Kreisseniorenrats nutzte daher die Gelegenheit beim Treffen mit dem Landtagsabgeordneten Daniel Karrais (FDP), um für das Projekt "corona care – das erste Hilfstelefon" und dessen rasche Realisierung zu werben.

Rottweil. Dieter Gaus, Vorsitzender der Corona-Projektgruppe, begrüßte neben Karrais den DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Bösel, Edgar Heim vom DRK Rottweil sowie die weiteren Mitglieder der Projektgruppe Matthias Kohlhase, Vorsitzender des Kreisseniorenrats, und Peter Wolf. Gaus zeigte anhand einer Präsentation zum Thema "Corona-Pandemie – Gesundheitsförderung in der Altenhilfe" die bisherigen Schwerpunkte der Corona-Krisenbewältigung in Deutschland auf.

Wie er deutlich machte, lag der Fokus eindeutig im Bereich der Pathogenese (Entstehung und Entwicklung der Krankheit beziehungsweise der Pandemie). Im Mittelpunkt seien die Krankheit und die präventiven Maßnahmen zum Schutz davor wie Hygienekonzepte, Mindestabstand, Mund-Nasen-Masken, Desinfektion, angestrebter Impfschutz gestanden.

Die Corona-Pandemie habe gerade bei den älteren Menschen Ängste hervorgerufen, die Furcht vor Einsamkeit und Isolation sowie die Unsicherheit im Alltagsleben verstärkt. Wie Gaus hervorhob, sieht die Corona-Projektgruppe ihren Schwerpunkt darin, nach effektiven Möglichkeiten zu suchen, um Ängste, Einsamkeit, Isolation und Unsicherheit bei den Senioren im Kreis zu verringern, ja möglichst zu vermeiden.

Unberechenbare Krankheiten wie Covid 19 lösten vor allem auch bei älteren Menschen Resignation und Ängste aus. Hier gelte es so gegenzusteuern, um depressive Stimmungen nicht aufkommen zu lassen. Einen Lösungsansatz für die Problembewältigung der Senioren in der Pandemie sieht Gaus nun in der "Salutogenese", die der Gesundheitswissenschaftler Aaron Antonovsky als Alternative zur Pathogenese entwickelt hat.

Der Kreisseniorenrat beziehungsweise die Corona-Projektgruppe solle sich jetzt vor allem auf den Lösungsansatz konzentrieren, den die Salutogenese für die Problembewältigung von Senioren eröffne, betonte Gaus in seiner Präsentation. Gesundheit sei eine Fähigkeit zur Problemlösung und Gefühlsregulierung, durch die ein positives seelisches und körperliches Befinden, insbesondere ein bejahendes Selbstwertgefühl sowie ein unterstützendes Netzwerk sozialer Beziehungen erhalten beziehungsweise wieder hergestellt werde.

Zur Förderung der eigenen psychischen und physischen Gesundheit gehörten die Selbstfürsorge durch Wohlbefinden und angenehme Erlebnisse, ein funktionierendes soziales Netzwerk, Vertrauen in die eigenen Stärken und ein positives Zukunftskonzept. Aus Sicht von Gaus sollte das "corona care – das erste Hilfstelefon" beim "Gefühl der Machbarkeit" angesiedelt werden: Persönliche Ressourcen (Ehepartner, Familie, Freunde, Kollegen, Arzt, Gott usw.) würden dabei helfen, Anforderungen zu bewältigen. Gaus ging davon aus, dass das psychosoziale, niederschwellige Altenhilfeangebot von "corona care" die Entstehung eines Netzwerks gegen Ängste, Isolation und Einsamkeit fördere.

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