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Rottweil Hilfe wird in Nepal noch viele Jahre notwendig sein

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Tolle Vorträge gab es beim ersten Rottweiler Nepaltag im Kletterzentrum zu sehen und zu hören: Frank Widmaier, Anne und Rainer Claußnitzer, Wilfried Geißler und Gabi Nill vom Verein Nepali Rotznäschen (von links) Fotos: Riedlinger Foto: Schwarzwälder-Bote

Rottweil. Den ersten Rottweiler Nepaltag veranstaltete der Verein "Spenden für Nepal" am Sonntag auf dem Gelände des Kletterzentrums K5 in der Nähe des Freibades. Hochinteressante Vorträge für zahlreiche Besucher gab es dabei von Frank Widmaier, der zusammen mit Wilfried Geißler den Verein leitet, und von Anne und Rainer Claußnitzer, die schon mehrfach in Nepal waren und unterschiedlichste Hilfeleistungen durchführten.

Frank Widmaier gab zunächst einen vielschichtigen Einblick mit hervorragenden Bildern in Land und Leute, um erst danach auf das Erdbeben vom 25. April 2015 und vor allem dessen Auswirkungen überzuleiten. Als passionierter Bergsteiger führte er seine Zuschauer in die Welt der schneebedeckten Gipfel des höchsten Gebirges der Welt. Er berichtete über die friedliche Koexistenz verschiedener Religionen wie Buddhismus oder Hinduismus, sogar Christen leben in Nepal. Es sei das zweitärmste Land Asiens und gehöre zu den zehn ärmsten der Welt, führte Widmaier aus.

Umso schlimmer traf es vor rund anderthalb Jahren ein Erdbeben, das 9000 Todesopfer forderte und rund 800 000 Häuser zerstörte. Die Hilfe habe lange auf sich warten lassen oder sei gar nicht gekommen, denn in den schwer zugänglichen Bergregionen gebe es keine Straßen, alle Dörfer können praktisch nur zu Fuß erreicht werden und Hilfe aus der Luft sei praktisch nicht zu erwarten – ganz Nepal verfüge gerade mal über zwei Rettungshubschrauber, so Widmaier. So hatte er mit anderen Interessenten den Verein "Spenden für Nepal" gegründet und mittlerweile rund 15 000 Euro gesammelt und gespendet.

Dass das Geld genau dahin kommt, wo es hin soll, dafür sorgen Organisationen wie "LiScha Himalaya" (LiScha steht für Licht und Schatten) oder der Verein "Nepali Rotznäschen". Für LiScha Himalaya sind schon mehrfach Anne und Rainer Claußnitzer aus Reutlingen in Nepal tätig gewesen. Mit anderen niedergelassenen Ärzten, Krankenschwestern oder Hebammen koordinieren sie Hilfeleistungen, führen vor Ort Untersuchungen oder Behandlungen durch und schulen weiteres Personal in verschiedenen Dörfern. Sogar Trinkwasseraufbereitungsanlagen für ganze Dörfer sind so schon nach Nepal gekommen. Wobei eine Schwierigkeit zunächst einmal darstellt, die Hilfsgüter wie Medikamente, Verbandszeug, Decken oder Jacken überhaupt vor Ort zu bekommen, denn durch die Unzugänglichkeit des Gebietes muss alles auf dem Rücken von Trägern transportiert werden, die bis zu 100 Kilogramm pro Mann befördern, und das in oft 3000 bis 5000 Metern über Meereshöhe.

Die geleistete Hilfe erstreckt sich von Erster Hilfe wie bei Knochenbrüchen von Verletzten, der Behandlung von kranken Menschen über die Bekämpfung von psychischen Traumata mit Hilfe von Übersetzern, der Schulung von Hygiene, Hausmedizin bis zur Behandlung von Erkältungskrankheiten. Hilfe oder Unterricht findet da schon mal im Zelt trotz Mosunregens statt. Von der Regierung ist kaum Unterstützung zu erwarten, die betroffenen Gebiete sind wenig im Fokus von Touristen und deshalb uninteressant. Im Gegenteil – durch Blockaden der Grenze zu Indien war es sogar schwierig Lebensmittel oder Treibstoff aufzutreiben, berichtete das Ehepaar Claußnitzer. Trotzdem werden sie wieder in rund sechs Wochen zu ihrer nächsten Reise nach Nepal aufbrechen um weiter Unterstützung zu leisten, denn die wird noch viele Jahre lang nötig sein, waren sich die Vortragenden beim Nepaltag sicher.

Und aus diesem Grunde sammelte der Verein fleißig Spenden, um neue Hilfsgüter erstehen zu können und ihrer Bestimmung zuführen zu können. Mehr als 1000 Euro kamen am Sonntag zusammen.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

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