Dieter Gaus und Simone Moosmann präsentieren die Hausnotrufgeräte des Roten Kreuzes, Das Angebot erfreut sich im Landkreis steigender Beliebtheit. Foto: Siegmeier

Hausnotrufgeräte des DRK immer mehr nachgefragt. 427 Teilnehmer im Kreis.

Kreis Rottweil - Immer mehr Menschen möchten auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und holen sich dazu mancherlei Unterstützung ins Haus. Eine davon ist der Hausnotruf, den das Deutsche Rote Kreuz anbietet. 427 Teilnehmer gibt es im Landkreis bereits die Tendenz ist steigend.

Frau Müller ist 84 Jahre alt, wohnt allein in ihrem Häuschen, das sie nicht aufgeben möchte, und ist noch täglich im Garten aktiv. Als es ihr beim Unkraut jäten plötzlich schwarz vor Augen wird, kann sie gerade noch den Knopf ihres Hausnotrufgerätes drücken. Als sie wieder aufwacht, liegt sie auf ihrem Sofa, zwei Rettungssanitäter kümmern sich um sie. Sie wurden über das Hausnotrufgerät direkt über die Rettungsleitstelle im Alten Krankenhaus Rottweil alarmiert.

Direkt mit der Rettungsleitstelle verbunden

Frau Müller hat eines der 427 Hausnotrufgeräte, die vom DRK im Kreis installiert wurden. Betreut wird sie von den beiden DRK-Mitarbeiterinnen Simone Moosmann und Gabi Traber. Das Hausnotrufgerät bietet für die Nutzer, vor allem für Alleinstehende, viele Vorteile, wissen die beiden Expertinnen. Die Feststation, die einem Anrufbeantworter ähnelt, wird über den Telefonanschluss installiert und ist direkt mit der Rettungsleitstelle verbunden.

Der Nutzer hat zudem einen kleinen Handsender, den er entweder am Handgelenk, oder um den Hals tragen kann. Löst er den Notruf aus, wird über die Feststation durch die Leitstelle, ähnlich einer Gegensprechanlage, Kontakt aufgenommen. Meldet sich der Teilnehmer nicht, wird der Rettungsdienst losgeschickt.

Simone Moosmann und Gabi Traber pflegen regelmäßig persönlichen Kontakt zu ihren Kunden. "Einmal im halben Jahr besuchen wir die Kunden und darüber freuen sie sich sehr, denn der überwiegende Teil ist wirklich allein", erzählt Moosmann.

Die Zahl der Nutzer sei in den vergangenen beiden Jahren jeweils um 20 Prozent gestiegen.

Es gebe zwar auch andere Anbieter des Hausnotrufs, doch die direkte Verbindung mit der Rettungs­leitstelle sei ein Alleinstellungsmerkmal des Hausnotrufs, der über das DRK angeboten werde, so Dieter Gaus, Leiter der sozialen Dienste. Für jeden Teilnehmer ist beim DRK ein Datenblatt mit allen wichtigen Angaben wie Krankheiten und Medikamenteneinnahme hinterlegt, so dass die Rettungsleitstelle im Notfall die Daten sofort parat hat. Das System sei über die Jahre ausgearbeitet und verfeinert worden, so dass Simone Moosmann nun sehr zufrieden mit dem Angebot ist.

Einmal pro Woche sollen die Nutzer einen Proberuf absetzen, rät die Expertin, damit geprüft werden kann, ob das Gerät auch funktioniert. Zudem sind Moosmann und ihre Kollegin auch stets zur Stelle, wenn es Fragen zur Nutzung gibt.

Weitere Informationen:

gibt es bei Simone Moosmann vom DRK unter Telefon 0741/47 92 33

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