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Rottweil Hängebrücke: Es wird weiter getüftelt

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Die "Wildline" in Bad Wildbad erlebt seit ihrer Eröffnung einen großen Ansturm. Ob es 2019 zum Baustart der "Neckarline" in Rottweil reicht, ist fraglich. Foto: Mutschler

Rottweil - "Nach der Fasnet", so hieß es, sollte der Bebauungsplan für die Hängebrücke im Gemeinderat endlich abgesegnet werden. Stattdessen wird erneut an den Konstruktionsplänen getüftelt. Der zweite Brückenschlag scheint ad acta gelegt zu werden. Und: Reichen die geplanten Parkplätze wirklich?

Die Entwicklung in Bad Wildbad, wo Investor Günter Eberhardt bereits die Hängebrücke "Wildline" gebaut und eröffnet hat, lässt manchen in Rottweil aufhorchen: Von massivem Parkdruck an den Attraktionen auf dem Sommerberg ist dort die Rede, die Stadt hat inzwischen einen weiteren Parkplatz mit 51 Stellplätzen gebaut. Für die Rottweiler "Neckarline" wird, wie ein Experte jüngst bei der Veranstaltung von IHK und GHV ausführte, mit einem Plus von weiteren 130.000 Touristen gerechnet. Diese sollen vorzugsweise nicht in der Stadt, sondern auf dem Berner Feld parken. Neben den bestehenden Parkplätzen am Testturm soll ein Parkplatz mit rund 100 Stellplätzen entstehen, den der Investor bauen wird.

Kein Vergleich

"Wir gehen davon aus, dass die geplanten Stellplätze zusätzlich zum bereits vorhandenen Angebot ausreichen, planen aber die Möglichkeit einer bedarfsgerechten Erweiterung mit ein", teilt die Stadtverwaltung auf unsere Anfrage mit. Projektleiter Roland Haag von der Firma Eber­hardt betont, dass man Rottweil nicht mit Bad Wildbad vergleichen könne. Dort konzentriere sich alles aufs Wochenende, der Parkdruck bestehe vor allem sonntags. In Rottweil dagegen seien die Parkplätze in der Stadt sonntags bislang "eher leer". Er ist überzeugt, dass es mit dem neuen Parkplatz auf dem Berner Feld "funktionieren" wird. Allerdings: Wenn die Parkplätze in der Stadt weiterhin für einige Stunden kostenlos seien, bleibe zu befürchten, dass viele Besucher dies nutzen wollten, statt auf dem Berner Feld Gebühren zu zahlen.

Laut Haag arbeite man derzeit "mit Vollgas" an der Überarbeitung der Konstruktionspläne für den Einstieg an der Felsnase. Hier hätten sich durch die erste Offenlage Änderungen ergeben. Beim Einstieg auf der anderen Seite, am Bockshof, sei man sich "weitgehend einig". Es sei "ein gutes Miteinander" mit der Stadt, freut sich Haag. Differenzen der Vergangenheit seien aus dem Weg geräumt.

Die Zeit drängt. Nicht zuletzt, weil im Mai Kommunalwahlen anstehen. Auch dem Investor ist daran gelegen, an den Bebauungsplan noch mit dem alten Gremium einen Knopf zu machen.

Baustart noch 2019?

Ob es an der Zeitfrage hängt, dass sich die Verwaltung von der Option für einen späteren zweiten Brückenschlag – von der Felsnase am Schafwasen bis hinüber Richtung Testturm – verabschieden will? Hinter den Kulissen ist zu vernehmen, dass der Bebauungsplan abgespeckt wird und sich auf das eigentliche, lange Brückenstück konzentriert. "Für uns ist das in Ordnung, wir wollen die 606 Meter bauen", sagt der Projektleiter. Auch wenn das Verfahren jetzt "zäh" sei, der Reiz, mit der Brücke die Touristen direkt in die Stadt zu bringen, sei ungebrochen groß.

Der weitere Fahrplan sieht nun so aus: Die Stadt will den Offenlagebeschluss zum Bebauungsplanverfahren herbeiführen, "wenn die Konstruktionspläne der ausführenden Firma vorliegen, aus denen sich alle planungsrechtlich relevanten Details belastbar ableiten lassen". Es gehe um die "genaue Position und Dimension der Stützen/Pylone/Eingangsbauwerke". "Wir hoffen, bis zur Maisitzung so weit zu sein", sagt Haag.

Ziel sei, noch in diesem Jahr die Baugenehmigung in Händen zu halten. Ein Baustart noch 2019? Möglich, sagt Roland Haag. "In Rottweil ist es ja nicht so richtig Winter, da kann man immer bauen."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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