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Rottweil Grundschule: Gibt es Alternativen zum Wochenwechsel?

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Die Viertklässler können bereits wieder zur Schule, nach Pfingsten folgen die Kleineren. Foto: Riedl Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil. Auch an den Grundschulen tut sich nach der corona-bedingten Schließung wieder etwas: Die Viertklässler sind seit dieser Woche wieder täglich für einige Stunden in der Schule, nach den Pfingstferien kommen die Klassenstufen eins bis drei dazu. Für sie soll der Unterricht im wochenweisen Wechsel stattfinden: eine Woche in der Schule, eine Woche lernen zuhause.

Aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln soll die Zahl der Schüler, die gleichzeitig Unterricht haben, reduziert werden. Ob nun aber ein wochenweiser Wechsel für die Kleinen sinnvoll ist, das stellen auch in Rottweil manche Eltern in Frage, wie uns berichtet wird. Für viele wäre eine tägliche Beschulung, wenn auch mit weniger Stunden, besser für die Routine der Kinder und die familiären Abläufe. Und das, so eine Mutter, müsste doch an den Schulen, an denen die Klassen nicht so groß sind, möglich sein, beispielsweise mit einer Aufteilung des Schultags in zwei Hälften? In wie weit haben die Stadt und die Schulen hier Handlungsspielraum, was die Vorgaben des Ministeriums angeht? Wir haben nachgefragt und erfahren: Er ist eher gering.

Bürgermeister Christian Ruf sagt dazu: "Der Fahrplan für die Öffnung der Grundschulen des Landes Baden-Württemberg ist verbindlich und gilt landesweit einheitlich." Zur ganz konkreten Ausgestaltung des Unterrichts der einzelnen Schulen in Rottweil seien darüber hinaus örtliche Rahmenbedingungen zu beachten. So sei die Zahl der Räume durch Beschaffenheit des jeweiligen Schulgebäudes vorgegeben. "In Rottweil sprechen wir von acht Grundschulen für insgesamt 650 Schüler. Wir wissen von den Schulleitungen, dass nicht alle Lehrerinnen und Lehrer vor Ort Unterricht leisten können, weil sie beispielsweise selbst zu einer Risikogruppe gehören. Diese Rahmenbedingungen zu handeln, ist Aufgabe der Schulleitungen und der Lehrerschaft unter der Berücksichtigung der bereits genannten Vorgaben des Landes."

Als Schulträger unterstütze die Stadt Rottweil die Schulleitungen und Lehrer dabei nach Kräften. Beispielsweise wenn es darum gehe, die Hygieneauflagen des Landes umzusetzen oder durch die Schulsozialarbeiter, so Ruf. "Wir stehen und standen in den vergangenen Wochen im steten Austausch mit den Schulleitungen, erst vergangene Woche habe ich zu einer gemeinsame Runde mit den Grundschulleitungen, unserer Schulverwaltung und unserer Gebäudewirtschaft eingeladen. Was hier an den Schulen vor Ort geleistet wird, ist angesichts der Dimension der Herausforderung wirklich beachtlich und verdient unseren Respekt", erklärt der Bürgermeister.

Willy Schmidt, der als Schulleiter der Konrad-Witz-Schule auch eine Grundschule leitet und für die Grundschulen insgesamt zuständig ist, sagt, dass am wochenweisen Unterricht nicht zu rütteln sei. "Die Schulen verfolgen mit sehr großer Intensität ihren Auftrag, den Bildungsauftrag mit den vorhandenen Mitteln weiterhin umzusetzen und gleichzeitig die Kinder sowie alle Beteiligten zu schützen, indem die Hygiene- und Abstandsregelungen umgesetzt werden", betont er. Hierbei hätten die Schulen gewissen Gestaltungsspielraum, den sie in Bezug auf die räumlichen und personellen Gegebenheiten auch nutzen – "dennoch gelten die Vorgaben aus dem Ministerium".

So sei ein wochenweiser Wechsel von Präsenzlernen an der Schule und Fernlernangeboten für das häusliche Arbeiten vom Kultusministerium vorgegeben. Für Willy Schmidt macht das Sinn: "Nicht nur mit Blick auf die begrenzten Raum- und Personalkapazitäten, sondern auch in pädagogischer Hinsicht, damit alle Schulen ähnlich verfahren", sagt er.

Beim Fernlernangebot, dem so genannten Homeschooling, sei wichtig, dass die Eltern jetzt entlastet werden: "In der Präsenzzeit wird zum Beispiel ein Thema erklärt und zu Hause wird das vertiefend geübt. Die Lehrkräfte sind hier in der Verantwortung, die Eltern begleiten dies – ähnlich wie bei den Hausaufgaben."

Und dann ist da noch die Personalsituation: Diese sei an den Schulen sehr unterschiedlich – bis zu 60 Prozent der Lehrerwochenstunden seien nicht präsenzfähig. Die personelle Verfügbarkeit variiere außerdem wöchentlich. Keine einfachen Voraussetzungen. Dennoch: Auf den Homepages vieler Schulen wird deutlich gemacht, dass man sich dort sehr über die Rückkehr der Grundschüler freut.

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