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Rottweil Grüne fordern mehr Photovoltaik auf der neuen JVA

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Foto: Pixabay

Rottweil - Gemeinderat und "Runder Tisch JVA" machten sich jüngst ein Bild vom Planungsstand der künftigen Justizvollzugsanstalt im "Esch". Der "architektonische Ehrgeiz" sei immer noch ablesbar, den Gebäudekomplex so sensibel wie irgend möglich in Topographie und Landschaft einzubetten, unter anderem durch Dachbegrünung, meinen Rottweils Grüne. Doch wie es in einer Pressemitteilung heißt, mache ein Punkt stutzig: Kann auf der JVA nicht mehr Sonnenenergie als geplant geerntet werden? Etwa durch weitere Photovoltaik-Felder? In einem Prüfantrag möchte die Ökopartei dies geklärt wissen.

In der Begründung heißt es: "Wenn es in Rottweil ums Erzeugen erneuerbarer Energien geht, muss sich der Blick auf energetisch ungenutzte Dachflächen richten." Die Grünen verweisen auf bürgerschaftliche Anregungen für den Auslobungstext der JVA, in denen das Drängen nach erneuerbaren Energien klar und deutlich ist. Seit 2017 habe sich das Bewusstsein für die existenzielle Bedeutung des Klimawandels drastisch erhöht. Und das sollte, so die Forderung, auch Spuren in die weitere JVA-Planung zeichnen.

In der Diskussion hätten sich die Planer solchen Überlegungen nicht verschlossen. Es habe aber ästhetische Einwände gegeben: Die landschaftliche Einbindung der JVA und der Blick vom Testturm könne leiden. Und es gab energetische Bedenken: Ist es sinnvoll, über den Eigenbedarf hinaus Strom zu erzeugen?

Die grünen Stadträte greifen in ihrem Antrag diese Einwände auf. Zusätzliche Solarmodule seien nur vom Testturm aus einsehbar. Doch stören sie wirklich? Die Grünen sehen darin einen "augenfälligen Ausweis für zeitgemäßes klimaverantwortliches Bauen", auf den man eher mit Stolz blicken könne. Vor allem aber bestehe zwischen Dachbegrünung und Modulen kein Entweder-oder mehr. Dank innovativer Techniken könnten beide sich sogar ergänzen: "as Grün unter den Modulen kühlt diese und erhöht so deren Leistung. Substrat und Begrünung sichern die Aufständerung der Module", schreiben die grünen Stadträte in ihrem Antrag. Und mehr noch: Module fördern die Artenvielfalt der Dachbegrünung, indem sie Schatten und Feuchtigkeit spenden.

Der Sachstandsbericht lasse ahnen, dass die Planung eines nachhaltigen Energiekonzepts mit BHKW, Hackschnitzel und Photovoltaik noch ganz am Anfang steht, meinen die Grünen in ihrer Pressemitteilung. Man solle sich heutzutage bei solchen Planungen aber nicht vom Gedanken der Energieautarkie einschränken lassen. Das gleichzeitige Aus für Atom- und Kohlestrom und der steigende Strombedarf durch Elektromobilität, Digitalisierung und grünen Wasserstoff verlangt einen Kraftakt beim Schaffen von zusätzlicher solarer Stromerzeugung. "Energetisch spricht alles für innovative Energieplus-Gebäude, die mithelfen, sich vom fossilen Zeitalter zu verabschieden, wie es das Pariser Klimaabkommen vorsieht", meinen die Grünen abschließend.

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