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Rottweil Großeinsatz wegen Brand in Tiefgarage

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Foto: kamera24.tv

Rottweil - Feuer in der Überlinger Straße: Ein Brand in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses hat am Freitagabend einen Großeinsatz der Rettungskräfte nach sich gezogen. Ernsthaft verletzt wird niemand.

"Ihr sollt in die Wohnung rein und schauen, ob jemand drin ist", sagt ein Feuerwehrmann über den Lautsprecher. Die Drehleiter der Rottweiler Wehr senkt sich in Richtung Fenster. Die zwei Atemschutzträger, die im Korb stehen, klettern hindurch und verschwinden in der Öffnung in der verrußten Fassade. Sie suchen nach einem Mann, der in der Wohnung lebt und nicht aufzufinden ist. Das Feuer, vor dem sie ihn vielleicht retten müssen und das in der Tiefgarage ausgebrochen war, hat selbst an der Hauswand vor seinem Zuhause im zweiten Stock Spuren hinterlassen. Die Rollläden der Fenster über den Luftschächten sind geschmolzen, so heiß ist es.

Offenbar war ein Fahrzeug in Brand geraten, die Flammen greifen über, am Ende brennen vier Autos und ein Motorrad.

Flammen schlagen lichterloh aus Luftschacht

Frank Müller, der künftige Kommandant der Rottweiler Gesamtwehr, sieht die Rauchsäule schon von der Heerstraße aus, als er zum Einsatz eilt. Das lässt nichts Gutes ahnen. Und tatsächlich: Als die Feuerwehr auf dem Hegneberg, beim betroffenen Gebäude Überlinger Straße 62, eintrifft, schlagen die Flammen lichterloh aus den Luftschächten der Tiefgarage rund ums Haus, berichtet der aktuelle Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Rainer Müller.

Die Feuerwehr startet einen Zangenangriff mit Schaum: Zum einen öffnen die Einsatzkräfte das geschlossene Garagentor "gewaltsam", zum andern nähern sie sich über ein Treppenhaus. Die dortige Stahltür zur Tiefgarage müssen sie aufflexen.

Was den Einsatz so schwierig macht: Zunächst ist unklar, ob sich noch Leute im Gebäude befinden, erklärt Rainer Müller. Später steht fest: Beim Eintreffen der Wehr ist das Haus bereits leer. Was die Lage noch unübersichtlicher macht: Das halbe Wohngebiet ist auf der Straße. Das Rote Kreuz richtet als Sammelstelle für Bewohner der Nummer 62 ein Zelt ein. Zwar sind etliche Notärzte vor Ort, ernsthaft verletzt wird aber niemand, gleichwohl kommen sieben Personen zur Untersuchung ins Krankenhaus. Wie die Polizei mitteilt, werden die Bewohner von Rottweil und Zimmern aufgrund der Rauchentwicklung vorsorglich gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Alarm geht um 19.43 Uhr bei der Feuerwehr ein. Die Rottweiler sind mit 26 Fahrzeugen und 137 Mann im Einsatz, dazu kommt das Rote Kreuz mit 22 Fahrzeugen und 47 Helfern, Polizei und unter anderem zusätzlich die Feuerwehr Oberndorf, das Rote Kreuz aus Villingendorf, das Technische Hilfswerk und Notfallseelsorger. Die Brandursache ist unklar, auch die Höhe des Schadens muss noch ermittelt werden.

Oberbürgermeister Ralf Broß und Bernd Pfaff, Fachbereichsleiter Bürgeramt, Ordnungs- und Schulverwaltung, sind ebenfalls vor Ort, um notfalls Notunterkünfte für die Hausbewohner zu suchen, die erst einmal nicht in ihre Wohnungen zurückkönnen und auch sonst bei niemandem unterkommen. Das Haus ist unbewohnbar, wie ein Statiker noch gestern Abend feststellt.

Die beiden Atemschutzträger aus der Wohnung im zweiten Stock klettern übrigens nach einigen Minuten wieder durch das Fenster zurück in den Korb der Drehleiter. "Alles okay", signalisieren sie. In der Wohnung war keiner mehr.

Der Sachschaden am Gebäude beläuft sich laut Polizei auf etwa 200.000 Euro. Die Kripo geht inzwischen von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen hierzu laufen.

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