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Rottweil Große Pläne für marode Primtalbrücke

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Die Primtalbrücke ist ziemlich marode. Foto: Parage

Rottweil - Na so was: Rottweil winkt schon wieder eine neue Attraktion – zumindest wenn es nach dem neuen Eigentümer der Primtalbrücke geht: Er will das alte Bauwerk mit einer "Sky Line" an den Bahn-Haltepunkt Saline anbinden und so erlebbar machen.

Klaus Döbel scheint ein Mann fürs Außergewöhnliche zu sein. Sonst hätte er nicht im vergangenen Jahr eine alte, seit Jahren langsam vor sich bröckelnde Eisenbahnbrücke gekauft: die Primtalbrücke beim Unteren Bohrhaus. Der Schnäppchenpreis: 1000 Euro.

2013 hatte die Bahn das Bauwerk zum Kauf ausgeschrieben. Schon seit 1968 wird es nicht mehr genutzt, herunterbröckelnde Steine machte vor einigen Jahren umfangreiche Sicherungsmaßnahmen notwendig. Da wundert es kaum, dass bei einer Versteigerung keiner die Brücke haben wollte – dann aber wurde sie 2015 doch noch "im Nachverkauf" versteigert.

Eigentümer ist nun Klaus Döbel, der im Bau- und Recyclinggewerbe in Gottmadingen sowie als Projektentwickler tätig ist und Großes mit seinem Neuerwerb vor hat: Mit einem "geschlossenen Kabinenliftsystem" – einer Kombination aus Fahrstuhl und Schwebebahn – will er Besucher vom Ringzug-Haltepunkt an der Saline bis zum westlichen Brückenkopf bringen Dazu muss gemäß Döbels Plänen das Gleis 2 überbaut werden. Die Kabinen sollen dann auf einer neuen, aufgestelzten Trasse "circa 150 Meter entlang der Bahnstrecke auf die Primtalbrücke fahren und zurück".

Das Ganze vergleicht Döbel mit einer "Sky Line"-Verbindung zwischen Flughafen-Terminals. Die Brücke soll saniert und erlebbar gemacht werden. Döbel will einige Eisenbahnwaggons auf die Brücke stellen, die gastronomisch oder auch für Seminare genutzt werden können. Auch an eine Zusammenarbeit mit dem Salinenmuseum und einen "Gesundheitspark" ist gedacht.

Mit diesen Plänen ist Döbel schon im Oktober bei der Stadt Rottweil vorstellig geworden, bei der allerdings der "Funke der Begeisterung" noch nicht ganz übergesprungen ist, wie Fachbereichsleiter Lothar Huber erklärt. Döbel habe sich zwar bei einem Gespräch "sehr engagiert" gezeigt und wolle für sein Projekt gar Thyssen-Krupp mit seinem MULTI-Lift gewinnen, ein detailliertes Konzept liege aber nicht vor. Zudem habe man ihm vor Augen geführt, dass die Brücke im planungsrechtlichen Außenbereich liegt.

Seit Herbst habe man nichts Neues gehört – am Dienstag nun ließ Döbel der Stadt eine Stellungnahme der DB Immobilien zukommen, die demnach "keine grundsätzlichen Bedenken" hat. Klaus Döbel war am Mittwoch nicht zu erreichen, gibt sich aber in einer Mail selbstbewusst: "Rottweil wird sexy. Eine Perle im Land. Wir können sie zum Leuchten bringen." Sein Projekt sieht er in einer Reihe mit Testturm und Hängebrücke. Na dann.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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