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Rottweil Geturnt wird anfangs nur im Freien

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Die geehrten Mitglieder der Turngemeinde Rottweil Altstadt aus dem Bereich Turnen. Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einer Ausstellung im Alten Rathaus hat die Turngemeinde Rottweil-Altstadt den Reigen der Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 125-jährigen Bestehens eröffnet. Nach der feierlichen Einführung – ein Hornensemble der Musikschule umrahmte die Veranstaltung – ging es im altehrwürdigen Ratssaal mit Ehrungen weiter.

Rottweil (kw). Bilder sagen meistens mehr als tausend Worte. Dies dachten sich auch die Verantwortlichen der TG Rottweil-Altstadt bei der Vorbereitung ihres großen Jubiläums. Hubert Ernst und Eberhard Wucher übernahmen diese spannende und anspruchsvolle, aber auch aufwendige Aufgabe. Sie präsentierten ihr gelungenes Ergebnis am Donnerstagabend den zahlreichen Besuchern im Alten Rathaus. 125 Jahre Vereinsgeschichte werden durch die aussagekräftigen Fotos, Zeitungsausschnitte sowie anderen historischer Exponate lebendig. Erinnerungen an gute, wie aber auch schlechte Zeiten werden geweckt.

Die Vereinskasse gerettet

Bürgermeister Christian Ruf sprach in der Begrüßung von einem nicht alltäglichen Vereinsjubiläum. Im Übrigen sei die TGA gleich alt wie der VfB Stuttgart, erwähnte er nebenbei. Der Altstädter Turnverein verkörpere einen Teil Rottweiler Stadtgeschichte. Aus einer anfänglich kleinen Männerrunde habe sich dieser zu einem unheimlich vielfältigen Verein mit Angeboten für alle Altersgruppen entwickelt. Der Bürgermeister erwies sich als gut informiert: So erzählte er von Kassenverwalter Stefan Pfriender, der im Jahr 1945 die Vereinskasse mit 80 Mark vor den Besatzungsmächten rettete, in dem er die Geldschatulle im Keller vergrub. "Wer in der Altstadt gräbt, der findet immer was", flachste Ruf. Vorsitzender Jürgen Sigrist sprach den beiden "Machern" der Ausstellung ein großes Lob aus.

Wucher führte anschließend recht humorvoll in die Ausstellung ein. Zwölf Turner hatten den Verein im Jahr 1893 im Gasthaus "Deutsche Fahne" gegründet. Der Turnsport wurde damals ausschließlich im Freien, und zwar in der heutigen Armleder-Anlage, ausgeübt. 1901 war neben der Vereinsfahne eine weitere wichtige Anschaffung getätigt worden: Der Verein erwarb ein Trinkhorn, "um damit die Geselligkeit zu stärken", wie im Protokoll nachzulesen ist. Noch heute sei das Füllhorn ab und zu im Einsatz, hieß es.

Auf ganz fremden Pfaden wandelten die TGA-Turner im Jahr 1931. Mitglieder führten erstmals eine Operette auf. Auch dazu gibt es in der Ausstellung einen Zeitungsbericht. Frauen spielten im Verein erst ab dem Jahr 1934 (Gründung der Damenturnabteilung) eine Rolle.

Den größten sportlichen Erfolg feierten die Altstädter Turner in den 80er-Jahren, als sie in die Zweite Bundesliga aufstiegen. Diesem freudigen Ereignis ist verständlicherweise reichlich Platz eingeräumt. Abgebildet ist das Auf und Ab der TGA-Kicker, die immer mit Personalproblemen zu kämpfen hatten. Einige Jahre hatte es keine Fußballmannschaft gegeben. Der Jubiläumsverein bewegte sich auch stets auf gesellschaftlichem Parkett. Die Ausstellung erinnert an die großen närrischen Veranstaltungen in der früheren Stadthalle. Bürgerschaftliches Engagement für die Stadt Rottweil stellte der Verein im Jahr 1967 unter Beweis: Nach einem Sturm musste die TGA an einem Samstag zwei Arbeiter zum Holzmachen abstellen. Zur Belohnung gab es für die Helfer einen Eintopf und eine Flasche Pflug-Bier.

Weitere Informationen: Die Ausstellung ist bis zum 2. November im Alten Rathaus zu sehen..

Rottweil (kw). Ein rundes Jubiläum ist stets ein willkommener Anlass, treue Vereinsmitglieder zu ehren. Wenn dann der Verein noch im Ratssaal des Alten Rathauses zu Gast sein darf und Hornklänge kräftig durch den Raum hallen, dann passt alles zusammen. Die Turngemeinde Rottweil Altstadt, die dieses Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, nutzte die Gunst der Stunde.

Treue Mitglieder aus den Bereichen Fußball und Turnen hatte der Verein den Fachverbänden zur Ehrung vorgeschlagen. Der Vertreter des Württembergischen Fußballverbandes, Bezirksvorsitzender Marcus Kiekbusch, sowie Helga Vogt vom Turngau Schwarzwald übernahmen die ehrenvolle Aufgabe. Fußballfunktionär Kiekbusch ("Ich gratuliere dem Verein zwei Mal, einmal zum Jubiläum und dann noch zu dieser gelungenen Ausstellung") hatte sechs Ehrennadeln mitgebracht. Die Jugendleiterehrennadel in Bronze überreichte er Justina Firnkes, Martin Ehinger und Marc Schinzel. Die selbe Auszeichnung in Silber erhielt Heiner Rebmann. Tobias Seeger durfte die Verbandsehrennadel in Bronze in Empfang nehmen. Die Verdienste von Vorsitzendem Jürgen Sigrist würdigte der Württembergische Fußballverband mit dem Verbandsehrenbrief.

Die Vorsitzende des Turngaus Schwarzwald, Helga Vogt ("Ich freue mich jetzt schon auf den Dance-Cup und die TGA-Gala im November"), zeichnete 17 Personen aus dem Bereich Turnen aus. Mit der Bronzenen Ehrennadel des Schwäbischen Turnerbundes wurden geehrt: Lena Kienzle, Nadine Fuchs, Frieder Firnkes, Bernd Gaus, Stefanie Kienzle, Annika Müller, Patricia Schmid, Jürgen Sigrist und Tanja Wehl. Für Peter Haberkorn, Daniela Halder, Margret Hirt. Iris Holzner, Stefan Kienzle und Tanja Schinzel gab es die Bronzene Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes. Die Silberne DTB-Ehrennadel bekam Matthias Kienzle.

 
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