Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Rottweil Geldregen bleibt größtenteils ein durchlaufender Posten

Von
Mehr Geld für die Jugendförderung beantragt der Stadtverband für Sport Symbol-Foto: Kara Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil. Wenn der Gemeinderat heute Abend in die inhaltliche Diskussion über den Haushaltsplan einsteigt, haben sich einige Vorzeichen verändert. Bei der Einbringung des Planwerks vor Weihnachten hatte es Fachbereichsleiter Herbert Walter bereits angekündigt – mittlerweile liegen die Zahlen vor, wie sich der höhere Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer für die städtischen Finanzen auswirkt. In den kommenden beiden Jahren sieht es somit besser aus, als zunächst gedacht. Indes: Den zusätzlichen Spielraum will die Verwaltung nicht für mehr Ausgaben nutzen, sondern dafür, das Sparkässle weniger schröpfen zu müssen.

Mehr als 920 000 Euro sind es, die in diesem und im kommenden Jahr zusätzlich vom Bund aus den Umsatzsteuereinnahmen in Rottweil landen. 2020 rechnet die Kämmerei deshalb nun mit etwas mehr als drei Millionen, statt mit 2,6 Millionen Euro. 2021 sollen es mehr als 3,1 Millionen statt knapp 2,7 Millionen Euro werden. Ebenso steigen im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf unter anderem die Zuweisungen für die Kinderbetreuung aus dem Finanzausgleich um knapp 150 000 Euro jährlich – nicht etwa, weil sich die Zahl der Kinder verändert, sondern weil die Pro-Kopf-Pauschale erhöht wurde.

Im laufenden Jahr verbessert sich die Ertragsseite im Ergebnishaushalt so um knapp 670 000 Euro auf 73,4 Millionen Euro. Abzüglich einiger Posten auf der Ausgaben-Seite dürfte das Ergebnis unterm Strich um fast 340 000 Euro von 1,8 Millionen auf 2,14 Millionen Euro aufgepolstert werden. Doch während sich die Mehreinnahmen auch 2021 nochmals positiv auswirken, schlagen sie in den beiden folgenden Jahren durch höhere Umlagen an den Kreis und zum Finanzausgleich ins Gegenteil um. Dennoch: Herbert Walter hat die Zahlen genau analysiert. Über die vier Jahre blieben der Stadt etwa 30 Prozent des Geldes aus der Umsatzsteuer.

Auch wenn diese aktualisierten Zahlen beim Stadtverband für Sport vielleicht die Hoffnung aufkeimen lassen, mit seinem Antrag auf Erhöhung der Jugendförderung Erfolg zu haben – die Stadtverwaltung empfiehlt dem Gemeinderat heute Abend, diesem Wunsch nicht nachzu-kommen. Der Stadtverband macht darauf aufmerksam, dass vielen Vereinen die Förderung von vier Euro pro Jugendlichem zu knapp bemessen sei und schlägt deshalb vor, zu 4,80 Euro zurückzukehren. Im Zuge von Einsparzwängen, so die Stadtverwaltung, sei dieser Betrag immer wieder abgesenkt worden, zuletzt 2014 aber von 3,25 auf vier Euro erhöht worden. Für einen weiteren Schritt nach oben – der Vorschlag des Stadtverbands für Sport würde in der Summe jährlich 2000 Euro mehr bedeuten –­ sieht die Verwaltung im Haushalt momentan aber keinen Spielraum. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die "bisher schon recht hohe Gesamtsummer der Grundförderbeträge" an Vereine von mehr als 473 000 Euro.

Unter anderen Vorzeichen steht der Zuschussantrag des MUM-Vereins für den Ferienzauber. Wie schon in den beiden zurückliegenden Jahren geht es um einen Ausfall-Zuschuss über bis zu 10 000 Euro, den die Stadt dann zahlen müsste, wenn es ein Defizit geben sollte. Hintergrund ist der Wegfall einer Landesförderung, die zuvor das finanzielle Risiko minimiert hatte.   Die Sitzung des Gemeinderats heute, Mittwoch, im Neuen Rathaus beginnt um 17 Uhr.

Artikel bewerten
1
loading

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.